| 00.00 Uhr

Schermbeck
Raumschiff statt Traumschiff

Schermbeck. Die Theatergruppe "frauensache" eroberte in ihrem karnevalistischen Programm fremde Galaxien und verirrte sich ins Schermbecker Umfeld. Die Stimmung war schon vorher blendend.

Einen fröhlichen Ausflug ins Weltall bescherte die Theatergruppe "frauensache" mit ihrem karnevalistischen Programm "völlig losgelöst". Schon vor dem offiziellen Beginn zeigten Schermbecks Frauen ihre lockere Art zu feiern. Es wurde eifrig mitgesungen und geschunkelt, als der DJ bekannte Karneval-Songs erklingen ließ.

Gleich am ersten Tisch neben dem Eingang erwiesen sich an Altweiberfastnacht putzmuntere junge Frauen der "Kegelgarde a.D." in ihren Katzenkostümen als tolle Stimmungsmacherinnen zwischen den einzelnen Szenen auf der Bühne. Originelle Kostüme waren Anlass, einander an den Tischen zu bewundern und hier und da wurde schon herzhaft über Witze gelacht, die man zum Besten gab. So waren die Närrinnen schon in bester Stimmung, als "Captain Uschi (Claudia Oberheim)" die ersten Storys von ihrem wenig ehetauglichen Mann Herbert mit - aus Frauensicht -recht ungewöhnlichen Marotten erzählte und dabei für Lachsalven sorgte.

Den Ausflug mit einem Raumschiff hatte Uschi aus Versehen ihren Freundinnen eingebrockt, weil sie bei der Bestellung einer Reise mit dem Traumschiff das "T" vergessen hatte. Offen für Neues, erforschten die Raumfahrerinnen Petra Becker, Anne Heuwing, Ulla Bienbeck, Ingrid Bienbeck, Claudia Oberheim, Claudia Gertzmann, Anette Speckamp, Karin Jasper-Kock, Anja Prinz, Annika Grömping und Steffi Ridder im Raumschiff "Schweine-Treck" fremde Galaxien und verirrten sich dabei ins Schermbecker Umfeld, wo sie allerhand erlebten. In Rüste begegneten sie dem "Neger-Willi" und seiner Frau. Im Männergebrauchthandel Karminski wurde ihnen gezeigt, dass man einen Mann austauschen kann, bevor er auf halber Strecke stehen bleibt. Angeben muss man nur die Anzahl der Vorbesitzerinnen, die Art seiner Schäden und Parasiten, die er von der jüngsten Kegeltour mitgebracht hat. Das lautstarke Kreischen der Frauenschar im Saal wollte kein Ende nehmen bei der Vorführung des ausgedienten Modells.

Als eine tänzerische Meisterleistung entpuppte sich später der Auftritt von zehn grünen Marsmännchen, deren Körper-Silhouetten - für die Zuschauer unsichtbar - an den Unterschenkeln der Theaterakteure befestigt waren und die mit rockigen Tänzen begeisterten. Als junge Sterne tanzten Kira Döing, Antonia Endemann, Katharina Marsfeld und Lara Kolz zu galaktischen Rhythmen.

Im großen Finale verabschiedete sich die gesamte Theatergruppe mit "Major Tom" und "Millionen Lichtern" im Handy-Blitzlichtgewitter von der Bühne.

(hs)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Schermbeck: Raumschiff statt Traumschiff


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.