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Hamminkeln
Rauswurf aus SPD-Fraktion: Wente schaltet Anwalt ein

Hamminkeln. Der aus der SPD-Fraktion geschasste Martin Wente lässt seiner Ankündigung, gegen den Rauswurf zu klagen, Taten folgen. Er hat am Donnerstag ein entsprechendes Verfahren durch die Kanzlei Pelzner/Niehoff/Kupka aus Mülheim in die Wege geleitet. Die Klage wegen des Fraktionsausschlusses gegen die SPD-Fraktion wurde beim Verwaltungsgericht Düsseldorf eingereicht. Die Stadtverwaltung und der Fraktionsvorstand der SPD wurden über die Einreichung informiert.

Martin Wente geht von fehlerhaftem Verhalten der Fraktion aus. Das Ratsmitglied war nach mehreren Vorgesprächen und nach einer krisenhaften Fraktionssitzung ausgeschlossen worden. Der Hamminkelner, der seine erste Ratsperiode erlebt und für die SPD unerwartet viele Stimmen bei der Kommunalwahl geholt hatte, hatte zuvor mehrfach gegen Beschlüsse der Fraktion opponiert und war bei Abstimmungen nicht der vorgegebenen Linie gefolgt. Dabei hatte er auch die Vorstellungen von Bürgermeister Romanski kritisiert. Dies wurde von der Fraktion als Querulantentum eingestuft, Wente hingegen verwies auf die innerfraktionelle Demokratie und forderte eine stärkere sozialdemokratische Ausrichtung. Mit neun zu eins Stimmen - seine eigene war die Gegenstimme - wurde der Rauswurf vollzogen. Das Tischtuch darf getrost als zerschnitten bezeichnet werden.

Fraktionschef Jörg Adams zeigte sich gestern dementsprechend ungerührt von der Klage. Man habe das Protokoll aus der Fraktionssitzung dem weiterhin als Solist im Rat sitzenden SPD-Mann zugestellt. Alles andere wolle man abwarten, ein Aufeinanderzugehen gebe es nicht, erklärte Adams.

(thh)
 
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