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Wesel
Red eröffnet demnächst am Kornmarkt

Wesel: Red eröffnet demnächst am Kornmarkt
Selbst ist der Mann: Niko Mokos, der als Jugendlicher eine Elektrikerlehre abgebrochen hat, um dann doch lieber Koch zu werden, macht in seinem neuen Restaurant am Kornmarkt so viele Arbeiten wie möglich selbst. Hier wechselt er eine defekte Glühbirne aus. FOTO: Klaus Nikolei
Wesel. Die Krombacher Brauerei hat mit Niko Mokos einen erfahrenen neuen Pächter für die Ex-Cosmo-Lounge gefunden. Von Klaus Nikolei

Niko Mokos hat in den letzten Tagen wenig Schlaf bekommen. Kein Wunder, denn der 43-jährige Gastronom hat alle Hände voll zu tun. Schließlich steht Ende August oder Anfang September, so genau kann er das noch nicht sagen, die Eröffnung seines Restaurants "Red - Bar & Kitchen" am Kornmarkt bevor: in den Räumen der Ex-Cosmo-Lounge (früher: Müllers).

Handwerkertermine absprechen, Einstellungsgespräche führen, nach dem Fehler suchen, warum jetzt die Fernseher nicht funktionieren, die Eismaschine auseinandernehmen, reinigen, wieder zusammensetzen und dann auch noch die Speisekarte schreiben: Der Arbeitstag von Niko Mokos hat derzeit 14 bis 16 Stunden. "Aber ich mache das hier mit Herzblut und freue mich schon auf die neue Aufgabe."

Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung ist der Sohn griechischer Einwanderer, der in Duisburg geboren und aufgewachsen ist und viele Jahre seines Lebens verbracht hat, auf den Leerstand am Kornmarkt aufmerksam geworden. "Ich hatte mehrere Möglichkeiten, mich in verschiedenen Städten selbstständig zu machen. Aber weil ich Wesel kenne, hier Freunde habe und die authentische Art der Menschen mag, habe ich mich für den Kornmarkt entschieden."

Mokos, der als Jugendlicher seine Leidenschaft für gutes Essen und die Gastronomie ganz allgemein entdeckte, eine Kochlehre absolvierte, unter anderem mehrere Jahre in Korfu als Gastronom und zuletzt als Restaurantleiter im bekannten Düsseldorfer Apollo-Varieté tätig war, hat sich in den vergangenen sechs Monaten eine Auszeit gegönnt. "Das war dringend nötig, nach all dem Stress in den Jahren zuvor. Und: Ich habe es genossen." Gleichwohl hat er sich in dieser Zeit viele Gedanken um die Zukunft gemacht und überlegt, wie es beruflich weitergehen könnte. Die Wahl fiel auf Wesel.

Niko Mokos ist überzeugt, mit seinem Red erfolgreich zu sein. Unter anderem mit frischer Pasta, Salaten, Steaks und Schnitzeln sowie Cocktails und guten Weinen möchte er mit seinem Team ein Gewinn für die Weseler Gastronomieszene werden. Kaffee gibt's natürlich auch, später vielleicht auch guten Kuchen. "Als Chef werde ich an der Theke und im Service tätig sein, den Kontakt mit den Gästen suchen und so den Mitarbeitern als Vorbild dienen." Apropos Mitarbeiter: Die wichtigsten Positionen sind bereits besetzt. Gleichwohl möchte Mokos weitere Leute einstellen, eventuell auch Mitarbeiter des früheren Müller-Teams, um für den Start gewappnet zu sein. Wann der genau sein wird, ist noch offen. "Es wird so sein, dass ich irgendwann die Türe aufschließe. Ich plane eine schleichende Eröffnung", sagt er.

Zwar hat er das praktisch noch nagelneue Mobiliar des Vorpächters übernommen, doch vor allem die Hochtische anders platziert. Für eine gemütliche Atmosphäre sorgen unter anderem zahlreiche Leuchten. Und einige Wände wurden neu gestrichen. Manche in Rot. "Ich finde Rot einfach eine tolle Farbe. Und Red ist ein kurzer und prägnanter Name für mein Restaurant - das knallt. Red kann sich jeder merken."

Quelle: RP
 
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