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Niederrhein
Reflektoren und Warnwesten schützen vor Unfällen

Niederrhein. Um auch im Herbst und Winter sicher unterwegs zu sein, sollten Fußgänger besonders auf ihre Sichtbarkeit in der Dunkelheit achten. Darauf weisen die Niag und die Kreis-Verkehrswacht Wesel hin. Die landesweite Initiative "Sehen und gesehen werden" der Landesverkehrswacht, der Polizei und des ADAC wies erst jüngst Senioren auf die notwendige Sichtbarkeit im Straßenverkehr hin. "Wir wollen nun gemeinsam mit der Verkehrswacht noch einmal Kinder und Jugendliche, die in der morgendlichen Dämmerung unterwegs zur Haltestelle und zur Schule sind, für dieses wichtige Thema sensibilisieren", betont Niag-Pressesprecherin Beate Kronen.

Mindestens ein helles Kleidungsstück sowie Reflektoren an der Schultasche erhöhen die Sichtbarkeit im Dunkeln deutlich. Jedoch sind die Taschen und Kleidungsstücke von Jugendlichen nicht mehr automatisch mit reflektierendem Material ausgestattet, wie etwa bei Schülern im Grundschulalter. Jeder, der in Dämmerung und Dunkelheit zu Fuß unterwegs ist, sollte sich aber bewusst sein, dass ein Fußgänger mit dunkler Kleidung erst auf eine Entfernung von unter 30 Metern für Autofahrer sichtbar wird, mit heller Kleidung und Reflektoren dagegen ab 150 Metern Entfernung. Die Reaktionszeit der Autofahrer erhöht sich so automatisch.

Das Tragen von Reflektoren gilt bei Jugendlichen oft leider als nicht besonders "cool". Doch gerade wer im ländlichen Bereich zur Haltestelle läuft, kann sich für die Sichtbarkeit nicht auf die Straßenbeleuchtung verlassen. Hier kann zum Beispiel die in Smartphones integrierte Taschenlampe für den Weg eingeschaltet werden. Inzwischen gibt es auch Reflektoren, die auch den Geschmack von Teenagern treffen. Praktische Leucht-Armbänder können mit einem "Klack" angelegt werden und sind später schnell wieder in der Tasche verstaut.

Die Kreis-Verkehrswacht Wesel weist darauf hin, dass bei rund der Hälfte aller tödlichen Unfälle mit Fußgängern in den Wintermonaten ältere Menschen die Opfer sind. Bei auffällig vielen Unfällen seien ältere Menschen als Fahrradfahrer oder Fußgänger ohne deutlich auffällige Schutzbekleidung beteiligt. Die Kreis-Verkehrswacht Wesel gibt deshalb auf vielen Veranstaltungen Warnwesten und Sicherheitsüberwürfe an Senioren aus und empfiehlt, diese beim Radfahren und generell in der dunklen Jahreszeit zu tragen. Auch ein Rollator sollte mit reflektierenden Aufklebern kenntlich gemacht werden. Im Handel sind Leuchten zu bekommen, die dort befestigt werden können.

Quelle: RP
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