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Schermbeck
Resonanz durchwachsen

Schermbeck: Resonanz durchwachsen
Das Sommerstraßenfest auf der Mittelstraße war gestern wesentlich stärker besucht als am Samstag. FOTO: Scheffler
Schermbeck. Das 29. Schermbecker Sommerstraßenfest war nur gestern gut besuch. Es fehlte offenbar das Parallelfest "Schermbeck genießen". Von Helmut Scheffler

Das 29. Sommerstraßenfest der Werbegemeinschaft (WG) war nicht so gut besucht wie in früheren Jahren. Das kann - zumindest am Samstag - nicht am schlechten Wetter gelegen haben. Ex fehlte einfach das Parallelfest "Schermbeck genießen", das jahrelang samstags neben vielen kulinarischen Genüssen auch ein großes Feuerwerk zu bieten hatte. Deutlich mehr Besucher kamen gestern, obwohl einige Male die Schirme benutzt werden mussten und zeitweise die Händler ihre Stände abdecken mussten. Mehr als 100 waren vertreten. Das Angebot reichte von rutschfesten Tischdecken, Fleckentfernern und Insektenschutz über Magnetschmuck und multifunktionale Küchenmaschinen bis zu Solinger Stahlwaren, Schweizer Uhren, Lederwaren und Pflanzen. Wer glaubt, die Stände hätten nur Qualitätsware angeboten, irrt. Es gab auch reichlich Ramsch.

Auch einige Firmen, die nicht an der Mittelstraße angesiedelt sind, präsentierten sich beim Sommerstraßenfest. Dazu gehörte das Autohaus Böwing, welches auf dem Gustav-Sack-Parkplatz einige Fahrzeuge vorstellte. Erneut dabei war der mehrfach ausgezeichnete holländische Wochenmarkt aus Winterswijk, der auf der Erler Straße in Höhe der Ludgeruskirche mit Fisch, Obst, Käse, Feinkost und Pflanzen lockte.

Auf dem Parkplatz Overkämping befassten sich die Schermbecker Firmen Schreinerei Grewing, Stenkamp Sicherheitstechnik und Bauen + Leben mit dem Thema Sicherheit. "Wir werden wieder dabeisein", kündigte Udo Hribar (Bauen + Leben) an und freute sich wie seine Kollegen über das starke Interesse an möglichen Verbesserungen der Sicherheit von Häusern und Wohnungen.

Nebenan warben die Verwaltungsmitarbeiterinnen Birgit Lensing und Regina Vahnenbruck mit einer Fülle von Broschüren für den Besuch des Ortes mit seinen beeindruckenden Landschaften und vielen Kulturgütern. Die Werbung für das Schermbecker Einkaufspotenzial übernahmen die Kaufleute selber. Die meisten Geschäftsinhaber nutzten die Chance, ihre Läden auch gestern zu öffnen, um mit den Kunden zu plaudern, ihnen in ihren Geschäften oder auf zusätzlichen Ständen vor dem Geschäft die breite Angebotspalette zu präsentieren. Einige boten sogar Sitzplätze an und verwöhnten Besucher mit Getränken oder Knabbereien.

Zu Publikumsmagneten wurden die Auftritte des Tanzclubs Grün-Weiß Schermbeck. Nahezu stündlich trat eine Gruppe auf, um die Zuschauer zu erfreuen und auf die sportlichen Möglichkeiten im vereinseigenen Tanzzentrum im Heetwinkel aufmerksam zu machen.

Gut besucht waren auch der Waffelstand der Gagu-Zwergenhilfe und der Würstchen-Stand des Bürgertreffs vor der Volksbank, zumal einige Male Johanna Schulte und Rachel Bußmann als Mitglieder der McBricht Greenland Pipes & Drums mit Dudelsack und Trommel schottische Melodien vorstellten und dadurch auch den Ohren eine Unterhaltung anboten. Die Werbegemeinschaft als Veranstalter hatte auf Musikbeiträge im Programm wegen zu hoher GEMA-Gebühren verzichtet. Vor Overkämping saß der Hamminkelner Werner Spaltmann, der mit Akkordeonklängen um Spenden für die Kinder-Krebshilfe warb.

Auch an die Kinder hatten die Veranstalter gedacht. Der Nachwuchs konnte vor der Sparkasse ein Karussell besteigen oder sich mit dem Sommer-Express durch den historischen Ortskern fahren lassen.

Quelle: RP
 
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