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Wesel
Reuther (FDP) kritisiert "Hinterzimmerpolitik"

Wesel. Neues Gutachten rät von Sanierung des Heubergabades ab. Infos blieben bislang in speziellem Kreis.

Nicht knapp sechs Millionen, wie bisher angenommen, sondern mindestens neun bis zehn Millionen Euro soll die Sanierung des Heubergbades kosten. Deshalb sollte man davon absehen und sich auf den Neubau eines Kombibades konzentrieren: Das sind die wesentlichen Inhalte eines informellen Gesprächs, bei dem Bäder-Geschäftsführer Franz Michelbrink SPD, CDU und WfW sowie die Bürgermeisterin über Ergebnisse eines neuen Gutachtens zur Sanierung am Heuberg in Kenntnis gesetzt hat. Zudem bekam der genannte Kreis es nun auch schriftlich. Nicht dabei waren die anderen politischen Kräfte des Weseler Stadtrats, was bei der FDP für Verärgerung sorgt.

"Es ist ein unglaublicher Vorgang, dass so eine, für den städtischen Haushalt und die gesamte Stadt Wesel wichtige Information nur ausgesuchten Teilen der Politik zugänglich gemacht wird", erklärte gestern FDP-Fraktionsvorsitzender Bernd Reuther. "Höchst erstaunlich ist auch die Tatsache, dass die Bürgermeisterin an so einer Hinterzimmerpolitik beteiligt ist und sie billigend in Kauf nimmt." Die Grünen, so Reuther, sollen eingeladen, aber nicht anwesend gewesen sein. Die FDP ist auch missgestimmt, weil sie sich bekanntlich für ein Bäderkonzept mit dem Ziel Kombibad stark gemacht hat und nunmehr zügige Entscheidungen geboten sieht.

Franz Michelbrink erklärte auf Anfrage der RP, dass der Bäder-Aufsichtsrat, dem übrigens kein FDP-Vertreter angehöre, regelmäßig informiert werde. Gleichwohl nutze er zwischen offiziellen Sitzungen informelle Runden wie die besagte, um auch zwischendurch über neue Entwicklungen zu informieren.

(fws)
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