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Hamminkeln
Ringenberger erbost über Autobahnlärm

Hamminkeln. Als Betroffener vom Kahlschlag an der Autobahnböschung und dem dadurch verringerten Lärmschutz hat gestern Anwohner Roger Bauhaus reagiert. Wie berichtet, sind nur wenige Bäume nach einer überraschenden Rodungsaktion stehen geblieben, womit der schallschluckende Bewuchs hinter der bestehenden Lärmschutzwand mächtig beeinträchtigt wurde.

Der Landesbetrieb Straßen NRW bezeichnete die Maßnahme, die Bepflanzung "auf den Stock zu setzen", also radikal zu verringern, als notwendig, damit sie in der Vegetationsphase wieder hochkommt. Bauhaus, der 200 Meter von der Autobahn entfernt wohnt, kritisiert den Lärmschutz insgesamt. "Es gibt Aussagen von Straßen NRW, das in bestimmten Autobahnbereichen 20 bis 30 Jahre nichts getan wurde. Man meint den Bewuchs - die Anwohner meinen den Lärm", sagt er.

Das sogenannte Straßenbegleitgrün habe Immissionsschutzwirkung. Sein Fazit: "Alle Anwohner haben sich verzweifelt auf den Busch-und Baumbestand als Lärmminderung in der letzten Instanz verlassen."

Und hier sei man beim eigentlichen Punkt: Lärm. "Meines Erachtens wäre die Aufregung insgesamt etwas kleiner, wenn sich Straßen NRW dazu äußern würde, wann etwas richtig Effektives gegen den Autobahnlärm getan wird", sagt der Anwohner. Die bestehende Lärmschutzwand sei weder hoch noch lang genug und entspreche nicht den heutigen Standards. Die Anwohner würden mit Galgenhumor von Jägerzaun sprechen.

Von der Politik fühlen sich die Ringenberger verlassen. Grüne und Sozialdemokraten hätten es nicht für nötig gehalten, auf Nachfragen Stellung zu beziehen. Die Christdemokraten hätten nur vage verlauten lassen, vielleicht Flüsterasphalt zu beantragen.

(thh)
 
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