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Wesel
Rotary-Club: Ein Preis für vier junge Vorbilder

Wesel: Rotary-Club: Ein Preis für vier junge Vorbilder
Im Tannenhäuschen haben die Rotarier die Sieger aus der Jugendstiftung geehrt: (vorne v.l.) Yannick Müller, Carla Ingenhorst, Christian Düllingen und Jannika Verbücheln. Dahinter (v.l.) Axel Röder, Dr. Veith Veltzke und Max Trapp FOTO: Fischer
Wesel. Die Jugendstiftung des Rotary-Clubs Wesel-Dinslaken zeichnet nun schon seit 15 Jahren junge Menschen aus, die besondere Leistungen erbracht haben. Jetzt stellte sich das Quartett den Mitgliedern vor. Von Michael Elsing

Es waren eindrucksvolle Geschichten, die die Mitglieder des Rotary-Clubs Wesel-Dinslaken bei ihrem Clubtreffen im Waldhotel Tannenhäuschen zu hören bekamen. Vier junge Menschen stellten sich da vor, gaben Einblicke in ihr bisheriges Leben, ihren bisherigen Werdegang. Sie taten dies natürlich nicht ohne Grund, denn das Quartett wird in diesem Jahr von der Jugendstiftung des Rotary-Clubs für seine Leistungen, sein Verhalten und seinen vorbildlichen Einsatz ausgezeichnet.

"Wir genießen mit dieser Jugendstiftung unter den Rotary-Clubs in Deutschland ein Alleinstellungsmerkmal und wir sind stolz auf unsere vier Preisträger, die jeder für sich ein unverwechselbares, besonderes Profil aufweisen, aber allesamt ein Vorbild sind", sagte Stiftungsvorsitzender Dr. Veit Veltzke.

Einer von ihnen ist Christian Dülligen. Der 24-Jährige litt seit früher Kindheit an einer Nierenkrankheit, musste sich mehrere Jahre lang einer Dialyse unterziehen, ehe er im Alter von 16 Jahren eine Spenderniere erhielt. Im Laufe seiner Krankheit entdeckte er die Musik für sich, brachte sich selbst das Klavierspielen bei, ohne Noten lesen zu können. Ein späterer Klavierlehrer entdeckte sein Talent - es war der Anfang einer professionellen Ausbildung, die Dülligen nach dem Abitur mit einem Studium an der renommierten Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf im Fachbereich "Musik und Medien" begann.

Seine Leidenschaft für Filmmusik bekamen die Rotary-Mitglieder dann auch noch zu hören. Kaum einer, der nicht bewegt war, als Christian Dülligen Chopins "Ballade No.1 in G-Moll" aus dem Polanski-Film "Der Pianist" zum Besten gab.

Nicht weniger eindrucksvoll war auch die Vorstellung von Jannika Verbücheln. Sie begann unmittelbar nach ihrem Abschluss an der Realschule Wesel-Mitte schon im Alter von 16 Jahren an der privaten Hochschule in Düsseldorf ein Studium für internationales Modedesign. Ein steiniger, vier Jahre dauernder Weg für die heute 21-Jährige, der mit vielen privaten Opfern verbunden war. Der Lohn war der gelungene Abschluss und erste Erfolge mit selbst entworfener Garderobe. Seit einem Monat absolviert Jannika Verbücheln nun eine Ausbildung zur Mediengestalterin.

Preisträger Nummer drei ist Yannick Müller, der sowohl im schulischen, als auch im gesellschaftlichen und kirchlichen Bereich nicht mit hervorragenden Leistungen, sondern auch mit einem enorm hohen Engagement aufwartet. Ein 1,0-Abitur, die Teilnahme an mehreren Förderprogrammen für begabte Schüler sowie verantwortungsvolle Tätigkeiten im Turnverein und der Kirchengemeinde St. Nikolaus zeichnen den 19-Jährigen unter anderem aus.

Carla Ingenhorst (20), stark sozial und karitativ tätig, stellte ihr Freiwilliges Soziales Jahr, das sie im westafrikanischen Togo verbachte, in den Mittelpunkt.

Quelle: RP
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