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Wesel
RWE investiert in Energiewende und stärkt Standort

Wesel. Der Stromversorger und der Netzbetreiber Westnetz sehen gute Fortschritte im Leitungsausbau für die Zukunft.

Von der Einbahnstraße zum Zweiwegesystem: Floss der Strom früher nur vom Kraftwerk zum Kunden, so ist dieser heute oft selbst ein Erzeuger. Die starke Zunahme der Einspeisung von Saft aus Wind- und Sonnenenergie zwingt Versorger und Netzbetreiber dazu, ihre Anlagen fit zu machen. Zum Stand der Dinge in Sachen Energiewende am Niederrhein berichteten gestern RWE und Westnetz in Wesel. In die technische Neuausrichtung für die Kreise Wesel und Kleve sowie für die Kommune Isselburg sind in den vergangenen Jahren rund 100 Millionen Euro investiert worden, sagte Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender von RWE Deutschland.

Transport und Speicherung von Energie sind die wesentlichen Aufgaben, für die immer wieder neue Lösungen zu finden sind. So ist mittlerweile in Essen die verlustfreie Supraleitung im Einsatz und in Ibbenbüren eine Power to Gas-Anlage, die Energie sozusagen zwischenlagert. Bausteine für eine gelingende Energiewende sind aber auch Einsparhilfen für den Kunden. Neuhaus strich in diesem Zusammenhang Projekte wie Smart Home oder Smart Country in Bitburg-Prüm (Eifel) heraus. RWE Deutschland sei als ein führender Energieversorger Deutschlands gut aufgestellt. Auch am Niederrhein. Hier laufen gut 11.800 Photovoltaikanlagen und mehr als 160 Windräder.

Rainer Hegmann, Leiter der Hauptregion Rhein Ruhr, berichtete, dass im vergangenen Jahr für rund 50 Millionen Euro Aufträge an Firmen in der Region vergeben worden sind. Außerdem machte er aufs kommunale Energiekonzept aufmerksam. Damit werden E-Mobilität unterstützt, Ladestationen gebaut, Straßenbeleuchtungen, zum Beispiel in Wesel, auf LED-Technik umgerüstet, und Flugthermographie-Auswertungen angeboten, was bereits in Wesel, Alpen und Rheinberg umgesetzt wurde. Von den vielfältigen Engagements des RWE betonte Hegmann auch die Veranstaltungsreihe Weseler Winter, die bald wieder am Berliner Tor beginnt.

Andreas Lantwin, Leiter des Westnetz-Regionalzentrums Niederrhein, sagte in Bezug auf die Investitionen und Neuerungen für einen reibungslosen Energietransport: "Wir sind die Werkbank." Und auch die ist nicht klein. Versorgt werden rund 480.000 Einwohner mit einem etwa 11.000 Kilometer langen Netz. Im Fokus stehen die Ausbauprojekte von Wesel Richtung Doetinchem (Niederlande) und Meppen für die Versorgung Süddeutschlands mit Windenergie von der Küste.

Gestärkt sahen Neuhaus, Hegmann und Lantwin den Standort Wesel auch durch die Zusammenführung von Kräften in der Netzleitstelle im RWE-Zentralbau an der Reeser Landstraße. Im Gebiet des Regionalzentrums Niederrhein sind derzeit rund 480 Mitarbeiter der Westnetz GmbH, der RWE Deutschland und anderer Konzerngesellschaften beschäftigt - darunter 29 Auszubildende.

(fws)
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