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Hamminkeln
Schaurig schönes Fest am Schloss

Hamminkeln: Schaurig schönes Fest am Schloss
Schaurig und schön zugleich präsentieren sich diese drei Halloween-Fans. FOTO: Hermann
Hamminkeln. Blutdürstige Vampire, ein Metzger im Gruseltunnel und eine Leiche in der Schubkarre: Freunde des gepflegten Gruselns kamen beim dritten Halloweenfest am Ringenberger Schloss wieder voll auf ihre Kosten.

Ein bisschen Gruseln ist doch ganz nett. Wer liebt es nicht, wenn man ein Buch liest oder einen Film sieht und genau weiß: Gleich passiert etwas Schlimmes, gleich wird man erschreckt. Doch obwohl man es weiß, zuckt man meistens doch zusammen - oder atmet erleichtert auf, wenn sich die Szene beruhigt. Es ist das Spiel mit den Sinnen und Reizen - und natürlich auch ein wenig mit der Fantasie.

Man mag über Halloween geteilter Meinung sein. Vielen ist das Fest, das aus Amerika zu uns rüber geschwappt ist, zu kommerziell, andere sehen es mehr als eine Art Karneval im Herbst mit Verkleidung und schönen Dekorationsmöglichkeiten. Beim mittlerweile dritten Halloweenfest rund um das Ringenberger Schloss kamen die verschiedenen Seiten des schaurig schönen Festes zusammen.

"Uns war es wichtig, auch was für die Kinder zu tun", stellte André Biesemann klar. Und so gab es heiße Waffeln aus Knochenmehl, Muffins in Form einer dicken schwarzen Spinne, aber auch gruseliges Kinderschminken bot das Hamminkelner Jugendzentrum Juze an. "Meine Tochter liebt alles, was ein bisschen gruselig ist", erzählt Stefanie Jenrich. Ihre Fünfjährige ließ sich gerade als grüne Hexe schminken. Nicht die einzige, die es am Samstag rund ums Schloss zu sehen gab.

Natürlich standen auch Vampire, Teufel und andere entstellte Gestalten am Schminkstand hoch im Kurs. Es ist schon beeindruckend, mit welcher liebevollen Präzision die gruseligsten Wunden und Narben in die Gesichter der Besucher und des Veranstalterteams gezaubert wurden.

Auch bei den anderen Dekorationen und Attraktionen war vor allem die Liebe zum Detail zu bewundern. Und natürlich gruseln sich nicht nur die Kinder gerne. Auch für die Erwachsenen gab es einen so genannten Gruseltunnel, in dem ein Metzger auf sein nächstes Opfer schon wartete. "Der ist wirklich erst ab 18", betonte André Biesemann. Die Entscheidung, ob auch jüngere Besucher durch den Gang mit den verschiedenen Themenzimmern gehen sollen, überließ er den Eltern.

Biesemann, der Kopf der Veranstaltung, vertraut dabei in der Vorbereitung ganz auf die kreativen Einfälle seiner vier Mitstreiterinnen und natürlich der zahlreichen Helfer und Spender aus Ringenberg. So gab es auch dieses Mal wieder ein Fühl-Zelt und einen Friedhof, auf dem nicht nur Elvis und Jack Daniels begraben lagen, sondern auch eine Leiche in der Schubkarre oder Teile aus einem dampfenden Sarg herausragten. Gerade mit Anbruch der Dunkelheit wurde der Schlossgarten zu einem wahrlich schaurigen Ort.

Das Fest rund um das Ringenberger Schloss war mit Absicht eine Woche vor dem eigentlichen Datum terminiert worden. "Wir wollen keine Konkurrenz mit anderen Veranstaltungen", betont André Biesemann. Rund 2000 Besucher fanden den Weg nach Ringenberg im vergangenen Jahr und auch in diesem Jahr rechnete Biesemann mit ähnlichem Andrang.

Das führte im Vorfeld auch zu einem kuriosen Einsatz. Besorgte Anwohner glaubten eine Leiche in einem Baum des Schlossgartens gesehen zu haben. Es war nur Gruselinventar.

(ste)
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