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Schermbeck
Schermbeck fragt nach der Zukunft der Grundschulen

Schermbeck. Dass die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan für das Jahr 2018 erstmals seit vielen Jahren noch vor der Jahreswende verabschiedet werden sollen, ist nicht die einzige Überraschung, die sich im Zusammenhang mit dem mehr als 800 Seiten umfassenden Haushaltsentwurf für die Gemeinde Schermbeck ergibt. So dürfen jene 70.000 Euro, welche für eine Machbarkeitsstudie zur Schulsituation ausgewiesen wurden, als ein Meilenstein ersten Ranges für eine weitreichende Modernisierung des Schulstandorts Schermbeck verstanden werden.

Im Schulentwicklungsplan war bereits signalisiert worden, wie wichtig das Nachdenken über die Grundschulsituation in Schermbeck ist, aber bislang gab es keine Partei, die sich offen für eine Lösung aussprechen wollte. Der Haushaltsansatz der Verwaltung zwingt nun zu einem offenen Bekenntnis in irgendeiner Form.

Die angedachte Machbarkeitsstudie soll nämlich Klarheit darüber verschaffen, was mit den beiden derzeit im Ort bestehenden Grundschulen auf die Dauer geschehen soll.

Denkbar sind verschiedene Ergebnisse, die sich im Anschluss an die Machbarkeitsstudie ergeben. Entweder wird eine der beiden Schulen geschlossen oder aber beide Schulen werden ersetzt durch eine Grundschule an einem dritten Standort.

Wer die Diskussionen kennt, die sich in der Vergangenheit ergaben, wenn vorsichtig an der Existenz einer der beiden Grundschulen Fragezeichen gesetzt wurden, kann erahnen, welche öffentliche Diskussion der vorgesehene Haushaltsansatz in Höhe von 70.000 Euro nun auslösen wird.

Schermbecks Bürgermeister Mike Rexforth scheut die öffentliche Diskussion nicht. Es gehe nicht um eine kurzfristige Lösung, so erklärt er, sondern um eine langfristige Modernisierung des Schulstandortes, und deshalb dürfe er als Verwaltungschef die Diskussionen nicht scheuen.

(hs)
 
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