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Schermbeck
"Schermbeck noch Ort der Glückseligkeit"

Schermbeck: "Schermbeck noch Ort der Glückseligkeit"
Zum zwölfköpfigen Mitarbeiterteam der Hünxer Wache, die von Klaus Herbst (r.) geleitet wird, gehört auch der Schermbecker Bezirksdienstbeamte Uwe Schwenzfeier (l.). Das Foto entstand vor dem Standort des Büros im ehemaligen Schermbecker Rathaus. FOTO: Scheffler
Schermbeck. Drei Polizeibeamte kümmern sich vor Ort um die Sicherheit der Schermbecker. Der Posten, der sich im ehemaligen Rathaus befindet, ist Teil der Wache Hünxe, die mit der in Voerde zusammen den Wachbereich Dinslaken bildet. Von Helmut Scheffler

Die umgangssprachliche Formulierung, dass die Polizei der "Freund und Helfer" der Menschen ist, beinhaltet schon, dass die Polizei weit mehr ist als ein Exekutivorgan des Staates. Die Bürger erwarten von der Polizei vor allem die Wahrung der Sicherheit im eigenen Lebensumfeld. Das kann recht unterschiedlicher Art sein.

Um ihre Aufgaben erfüllen zu können, ist die Polizei in allen Regionen mehr oder weniger stark präsent. In Schermbeck sind drei Beamte tätig, um den Bürgern das Gefühl der Sicherheit zu vermitteln. Sie gehören zur Kreispolizeibehörde Wesel, deren Leiter Landrat Dr. Ansgar Müller ist.

Der Schermbecker Polizeiposten, der sich im ehemaligen Rathaus an der Weseler Straße 1 befindet, ist Teil der Polizeiwache Hünxe, die ihrerseits mit der Wache Voerde zusammen den Wachbereich Dinslaken bildet.

Leiter der Hünxer Wache ist Polizeihauptkommissar Klaus Herbst. Zum zwölfköpfigen Mitarbeiterteam der Hünxer Wache (Drevenack, Hünxer Straße 22) gehört Polizeihauptkommissar Uwe Schwenzfeier, der seinen Dienst als Bezirksdienstbeamter in Schermbeck verrichtet. Er teilt sich seinen Arbeitsplatz im ehemaligen Rathaus mit dem Kriminalhauptkommissar Ulrich Rütter und der Kriminalhauptkommissarin Stefanie Selle.

Mit ihrem Kollegen Ulrich Rütter kümmert sich die Kriminalhauptkommissarin Stefanie Selle um die Bearbeitung von Kriminalfällen. FOTO: Scheffler

Wer mit den drei Mitarbeitern in Schermbeck direkt Kontakt aufnehmen möchte, kann die Telefonnummer 02853 957280 wählen oder das Büro aufsuchen. Ist das Büro nicht besetzt, werden Anrufe automatisch zur Polizeiwache in Hünxe weitergeleitet. In der Nacht ist die Wache Hünxe schon seit Jahren nicht mehr personell besetzt. Der Wachdienst verläuft allerdings durchgehend. "Anrufer nach den allgemeinen Bürozeiten werden automatisch zum Wachbereich Dinslaken weitergeleitet", berichtet Klaus Herbst. Wer an der Hünxer Wache im Ortsteil Drevenack in der Nacht anklingelt, wird ebenfalls nach Dinslaken weitergeleitet.

Die Zusammenarbeit mit den beiden Wachen in Hünxe und Voerde ist eng. Wenn das einzige Polizeifahrzeug der Hünxer Wache unterwegs ist, springen im Notfall auch Einsatzfahrzeuge anderer Wachen wie zum Beispiel aus Dinslaken, Voerde und Wesel ein. Zu den Aufgaben des Schermbecker Bezirksbeamten Uwe Schwenzfeier gehört die Verkehrserziehung in den Kindergärten und Schulen ebenso wie die Vollstreckung von Haftbefehlen und eine Zuverlässigkeitsprüfung, falls Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit solcher Personen bestehen, die eine Waffe oder Schreckschusswaffe beantragen. Zusätzliche Aufgaben ergeben sich, wenn Fahrer von Fahrzeugen ermittelt werden müssen. Schwenzfeier hält engen Kontakt zur Gemeinde, wenn Abstimmungen bei der Durchführung von Festen oder Straßenabsperrungen anstehen. Schwenzfeiers Vertreter ist der Hünxer Bezirksdienstbeamte Volker Wischerhoff.

Die beiden Schermbecker Mitarbeiter des Kriminalkommissariats Wesel kümmern sich um die Bearbeitung aller Kriminalfälle, soweit dafür nicht spezielle Kommissariate zuständig sind wie in Fällen von Bankraub, Tötungsdelikten oder Sexualdelikten. Typische Bearbeitungsfälle im Schermbecker Posten sind für Ulrich Rütter und Stefanie Selle Diebstahls- und Betrugsdelikte. Die Vorgänge werden so weit aufbereitet, dass der Staatsanwalt eine Entscheidung zwecks weiterer Verfolgung des Falles treffen kann. Ab und zu gibt es Unterstützung seitens der Schermbecker Beamten, wenn in der näheren Umgebung Sondereinsätze anstehen. Meistens sind das Durchsuchungen oder die Absicherung von Großveranstaltungen.

"Schermbeck ist noch ein Ort der Glückseligkeit", ist Klaus Herbst beim Vergleich mit der Lage in vielen Städten überzeugt. Dennoch rät er der Bevölkerung, wachsam ihr Umfeld in Augenschein zu nehmen. "Ich freue mich, wenn die Bevölkerung aufmerksam ist und uns Auffälligkeiten sofort meldet", rät Herbst. Ein großes Lob zollt Herbst der Gemeindeverwaltung. "Sicherheit entsteht nach meiner Auffassung durch eine aktive Vernetzung der Behörden mit einer aufmerksamen Bevölkerung." Beides sei in Schermbeck gegeben.

"Das war noch nie ein Thema", teilte Polizeisprecherin Sabine Vetter auf die Frage der Redaktion mit, ob eine Schließung des Schermbecker Postens womöglich zu befürchten sei. Sie verwies auf die mehrfach vom Landrat geäußerte Auffassung, dass alle Wachen fortbestehen sollen.

Quelle: RP
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