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Schermbeck
Schermbeck setzt Entschuldung konsequent fort

Schermbeck. Einstimmig hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Entwurf des Jahresabschlusses 2017 der Gemeinde Schermbeck an den Rechnungsprüfungsausschuss überwiesen. Seit vielen Jahren hat es einen so zeitnahen Abschluss einer Jahresrechnung nicht mehr gegeben. Eine Zeitlang hinkten die Abschlüsse gar ein halbes Jahrzehnt hinterher. "Wir sind jetzt so weit, wie es sehr viele Kommunen nicht geschafft haben", freute sich Bürgermeister Mike Rexforth über die Fleißarbeit, die Kämmerer Frank Hindricksen mit einem Team im Rathaus jetzt geleistet habe.

"Wir haben eine deutliche Ergebnisverbesserung gegenüber den Plandaten des Haushaltsplanes erzielt", stellte der Kämmerer fest. 3,2 Millionen Euro waren als Fehlbetrag eingeplant worden. Es klafft aber nur eine Lücke von einer Million. "Die Gewerbesteuer ist um 1,1 Millionen Euro gestiegen", verwies der Kämmerer auf den Hauptposten der Ertragssteigerung.

Für ein Plus sorgten außerdem eine Sonderauskehrung des Landschaftsverbandes Rheinland, die Auflösung von Wertberichtigungen und Benutzungsgebühren. Kürzungen entstanden andererseits durch Abstriche bei der Zuweisung aus dem Kommunalen Investitionsförderungsgesetz, bei der Landeserstattung aus dem Flüchtlingsaufnahmegesetz und aus einem geringeren Gemeindeanteil an der Einkommensteuer.

Die systematische Verbesserung des Jahresabschlusses führt Bürgermeister Rexforth auf "weitsichtige und vorsichtige Entscheidungen" zurück. Schermbeck stehe im Vergleich zu vielen Kommunen im Kreis und im Land mehr als gut da. Die Gemeinde werde, so fügte es Rexforth hinzu, "die Entschuldung konsequent weitergehen". Denn das mache sich auch bei Verbindlichkeiten bemerkbar. Es schlage sich bereits jetzt in einer deutlichen Verringerung der Zinsaufwendungen nieder.

(hs)
 
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