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Schermbeck
Schermbeck testet 14 Tage lang einen E-Smart

Schermbeck: Schermbeck testet 14 Tage lang einen E-Smart
Zur Eröffnung der ersten Ladestation für Elektroautos kamen (v.l.) Wirtschaftsförderer Friedhelm Koch, Heinrich Tenk und Dirk Krämer (beide RWE), Bürgermeister Mike Rexforth und Christoph Wilmen vom Gebäudemanagement. FOTO: Scheffler
Schermbeck. Die erste Ladestation für Elektroautos wurde am Rathausplatz eröffnet. Ziel von Anbieter RWE sind Ladestationen überall im Kreis. Von Helmut Scheffler

Auf dem Rathausparkplatz hinter der Bushaltestelle wurde im November eine Ladestation für Elektroautos errichtet. Gestern Morgen wurde sie von Bürgermeister Mike Rexforth, vom bisherigen RWE-Kommunalbetreuer Heinrich Tenk und von seinem Nachfolger Dirk Krämer offiziell in Betrieb genommen.

Um die Ladestation testen zu können, brachte RWE Deutschland einen E-Smart aus dem Weseler RWE-Fuhrpark mit nach Schermbeck. Den darf die Gemeindeverwaltung nun 14 Tage lang testen für betriebsinterne Fahrten der Mitarbeiter. Bislang stehen den Bediensteten des Rathauses für solche Fahrten drei Autos zur Verfügung; eines davon kann schon bald ein Oldtimer-Kennzeichen tragen. Man werde überlegen, so Bürgermeister Rexforth, ob man nicht seitens der Gemeinde ein solches Elektroauto anschaffen kann. Die Kosten für einen E-Smart liegen bei etwa 20 000 Euro.

Für die Fahrt zum nächsten Termin im Gewerbegebiet benutzten Rexforth und Wirtschaftsförderer Friedhelm Koch gestern den E-Smart zum ersten Mal. Beide waren begeistert von der fast geräuschlosen Fahrt. Die Ladestation darf von allen Besitzern eines E-Fahrzeuges rund um die Uhr genutzt werden. Das Aufladen mit einem Kabel, das der Fahrzeugbesitzer mitbringen muss, dauert etwa zwei Stunden. Zwei Steckdosen sind vorhanden, so dass zwei Fahrzeuge gleichzeitig aufgeladen werden können. Die Parkplätze vor der Ladesäule dürfen nur während des Ladevorgangs benutzt werden. Ansonsten besteht ein gekennzeichnetes absolutes Halteverbot. Die Ladestation liefert zweimal 22 Kilowatt (kW) Ladeleistung. Im Vergleich zu einer Haushaltssteckdose mit drei kW Leistung läuft der Ladevorgang an der Säule sechsmal schneller ab. Voraussetzung dafür sind leistungsfähige Batterien, womit bei den Elektro-Kleinwagen bereits jetzt Reichweiten von 200 Kilometer möglich sind.

Durch die Authentifizierung über das Ladekabel funktioniert die Aufladung unkompliziert. Die Ladesteuerung der Station erkennt das Fahrzeug des Kunden und leitet die Informationen über die geladene Energiemenge per Mobilfunk an das Abrechnungscenter weiter. Alle anderen Kunden müssen die Ladestation zuvor über eine Hotline-Nummer freischalten lassen. Zur Aufladung wird an der RWE-Ladestation ausschließlich Strom geliefert, der zu 100 Prozent aus regenerativ erzeugten Quellen stammt.

"RWE betreibt das größte öffentliche Ladestationsnetz in Deutschland", berichtete Krämer. Mit 86 Stadtwerkepartnern und Unternehmen sowie privaten Partnern betreibe RWE ein Netz von über 2440 Ladepunkten; davon seien 1520 öffentlich zugänglich. Aufgrund der vielen neuen E-Auto-Modelle sei ein Anstieg aller Ladeaktivitäten deutschlandweit zu verzeichnen. 2014 sei über die RWE-Ladestationen Ökostrom für circa vier Millionen emissionsfreie Kilometer geladen worden. In allen 13 Kommunen des Kreises Wesel soll es öffentliche Ladestationen geben. "Mit Blick auf die Energiewende", so Krämer, "kommt der Elektro-Mobilität in Zukunft eine große Bedeutung zu, da die Akkus der Fahrzeuge Überschussenergie aus Wind- und Solarkraftwerken speichern können."

Quelle: RP
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