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Schermbeck
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Schermbeck. Die Kämmerei stellte gestern den Haushaltsentwurf für 2018 vor.

Kämmerer Frank Hindricksen hat gestern im Rat den Haushaltssatzungsentwurf für 2018 vorgelegt. Die Rahmenbedingungen des Haushaltssicherungskonzepts wurden eingehalten. Bezüglich des mittelfristig angestrebten Haushaltsausgleichs ergibt sich sogar eine Verbesserung. Während 2016 ein Haushaltsausgleich noch für das Jahr 2023 avisiert wurde, geht der Kämmerer jetzt von einem Ausgleich in 2022 aus.

Vergleicht man die Haushaltsjahre 2017 und 2018 bezüglich ihrer gesamten Erträge und Aufwendungen, so lässt sich feststellen, dass die Erträge um 5,4 Millionen Euro steigen, die Aufwendungen um 4,4 Millionen. Gegenüber den Plandaten des Vorjahres kann der Kämmerer also eine Ergebnisverbesserung um rund 1,2 Millionen Euro verzeichnen. Im Haushalt 2018 wird ein Fehlbetrag in Höhe von rund 1,97 Millionen Euro registriert. Gründe für die Ergebnisverbesserung sind der Anstieg der Realsteuererträge ohne eine weitere Hebesatzerhöhung, sowie eine positive Entwicklung der Erträge aus Steuerbeteiligungen. Außerdem ergibt sich eine deutliche Steigerung der Erträge aus dem kommunalen Finanzausgleich. So ist die Landeszuweisung trotz der gestiegenen Steuerkraft der Gemeinde um 1,2 auf 3,6 Millionen Euro gestiegen.

"Die Ansätze wurden sorgsam geplant und veranschlagt", sagte Hindricksen über das behutsame Vorgehen der einzelnen Fachbereiche im Rathaus. Allerdings entsteht ein Mehraufwand in Höhe von rund 500.000 Euro bei der Kreisumlage. Da der Kreis Wesel nicht - wie die kreiszugehörigen Kommunen - Realsteuern (Grundsteuern A und B, Gewerbesteuern) bezieht, erhebt er zur Deckung seines Finanzbedarfs von den kreiszugehörigen Kommunen Geld aus der Kreisumlage.

Hindricksen stellte die wesentlichen Veränderungen des Haushaltsentwurfes vor. Mit 4,75 Millionen soll die Gewerbesteuer um 180.000 Euro über der von 2017 liegen. Eine Zunahme des Gemeindeanteils an der Einkommensteuer in Höhe von 400.000 Euro ist eingeplant. Die Einkommensteuer wird mit 7,6 Millionen Euro die größte Steuereinnahme ausmachen. Bei den Schlüsselzuweisungen werden 1,2 Millionen Euro mehr erwartet. Zuwendungen in Höhe von 2,7 Millionen Euro erwartet die Gemeinde vom Flüchtlingsaufnahmegesetz. 440.000 Euro liegen die Zuweisungen aus dem Flüchtlingsaufnahmegesetz niedriger als 2017.

Im Bereich der Aufwendungen geht der Kämmerer von 300.000 Euro Mehrausgaben beim Personalaufwand in Höhe von 5,6 Millionen Euro aus. Als Grund nannte er die Übernahme zweier Auszubildender, um das altersbedingte Ausscheiden von Mitarbeitern in den kommenden Jahren auffangen zu können, und kalkulierte Tarifsteigerungen in Höhe von 2,5 Prozent bzw. eine Besoldungserhöhung um 3,35 Prozent.

(hs)
 
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