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Schermbeck
Schermbecker Frauen nähen für den guten Zweck

Schermbeck: Schermbecker Frauen nähen für den guten Zweck
Die Mitglieder der Nähgruppe des Schermbecker Netzwerkes nähten über 100 Beutel für das Obrighovener Krankenhaus. FOTO: RP-Foto Scheffler
Schermbeck. "Das machen wir", zeigten sich die Damen der Nähgruppe des Schermbecker Netzwerkes spontan bereit, als sie von Renate Geisler, einer Patientin des Obrighovener Krankenhauses, erfuhren, dass in der onkologischen Abteilung ein Mangel an Umhängetaschen herrsche.

In solchen etwa 30 mal 30 Zentimeter großen Taschen werden zentrale Venenkatheder aufbewahrt, die bei Krebserkrankungen implantiert werden, damit man Medikamente für die Chemotherapie direkt verabreichen kann. Außerdem werden Körperflüssigkeiten in Behälter abgeleitet, die im Beutel aufbewahrt werden. Die Verpackung der Katheter in bunte Taschen verdeckt nach außen das medizinische Utensil.

Eigentlich sollten es nur etwa 30 Beutel werden, aber als die Nähgruppe vom Raesfelder Stoffladen "Nadelöhr" reichlich Baumwollstoffe erhielt und auch Helga Feldmann Stoffe beisteuerte, da gab es für die Gruppe kein Halten mehr. Erika Wefelnberg und Andrea Latzel halfen ebenso eifrig mit wie Regina Vengels, Barbara Issinger, Sabine Schledorn, Marion Hirsch, Beate Ernst, Sigrid Ruloff, Astrid Rademacher, Brigitte Stork, Özen Uslu, Nancy Bienbeck, Christina Klein und Isa Hofmann. Schließlich kamen 102 Beutel zusammen, die jetzt an Renate Geisler übergeben wurden, um sie an Dr. med Birgit Zilch-Purucker, ärztliche Psychotherapeutin und Psychoonkologin im Obrighovener Krankenhaus, für die Patienten der Station S 1 weiterzuleiten.

Seit fünf Jahren haben die Frauen der Nähgruppe immer wieder ein Aufgabenfeld für ihr kreatives Tun gefunden. Einige von ihnen haben der Gesamtschule bei der Herstellung von Kostümen geholfen, die für die Aufführungen von "Brundibar", "Tabaluga" und "Ronja Räubertochter" benötigt wurden. Für den regelmäßig stattfindenden Weihnachtsbasar des Netzwerkes wurden Kissen, Wärmekissen, Tischdecken, Kuscheltiere und Tischdecken hergestellt. Das nächste Projekt: die Herstellung von Dinkelkissen.

(hs)
 
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