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Schermbeck
Schermbecker Hilfe kommt an

Schermbeck. Mitglieder der Gagu-Zwergenhilfe aus Schermbeck besichtigten ihre Hilfsprojekte in Sierra Leone und erlebten die Erweiterung der Baptist Primary School mit. Die Bedingungen bessern sich, aber Hilfe ist weiterhin nötig. Von Helmut Scheffler

Mit einer Fülle von Eindrücken kehrten Gudrun Gerwien, Dieter Schmitt und Johannes Nover von ihrer Reise nach Sierra Leone zurück. Dort haben die drei Vertreter der Schermbecker Gagu-Zwergenhilfe sich über den Stand der betreuten Projekte informiert. Begleitet wurden die Gagus von Tanja Brodel von der Bochumer Kommunikationsfirma I-Dear, und ihrer Tochter Shelley, die während des Aufenthaltes Material für einen Film sammelten.

Den Reisetermin hatten die Gagus so gewählt, dass sie im Beisein des Bildungsministers an der Einweihung der beiden Schulräume an der Baptist Primary School teilnehmen konnten. Dort wurden bislang rund 500 Kinder in nur zwei Klassenräumen unterrichtet. Die beiden neuen Räume konnten dank einer großzügigen Spende des Rotary-Clubs Lippe-Issel komplett mit Schulmöbeln ausgestattet werden. Zur Einweihung, die im Fernsehen übertragen wurde, gab es von den Gagus für jedes Kind ein Brötchen aus der Bäckerei des Home of hope.

Während der Besichtigung der Näherei und der Bäckerei konnten sich die Schermbecker davon überzeugen, dass die Projekte gut laufen. In der Näherei werden unter Leitung eines Schneidermeisters derzeit 17 junge Leute ausgebildet, die unter anderem die Schuluniform für Schüler nähen. Die in der Näherei ausgebildeten Personen finden leichter eine Beschäftigung oder können sich selbstständig machen.

Vier Auszubildende werden von einem Bäckermeister auf den Beruf eines Bäckers vorbereitet. In der Bäckerei wurden zwei Öfen eingebaut, so dass zwei verschiedene Brotsorten gleichzeitig gebacken werden können. Bis zu 500 Brote können täglich gebacken werden. Mit dem Brot wird das Gagu-Kinderheim Home of hope versorgt. Ein Teil des Brotes wird auf dem Markt verkauft. Hungrige aus der Nachbarschaft erhalten gerne ein Brötchen umsonst.

Eine deutliche Verbesserung hat sich auch bezüglich der Wasserversorgung ergeben. Bislang musste das Wasser entweder von einer kostenlosen Versorgungsstelle in 1,5 Kilometer Entfernung besorgt werden oder von einer näher gelegenen Wasserstelle, wo Wasser gekauft werden konnte. "Nach zehn Jahren wurde unser eigener Brunnen fertig", freut sich Dieter Schmitt über die neue Wasserversorgung für das Kinderheim. Das Projekt Hausbau für Waisenhauskinder steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber das erste Haus ist nahezu fertig.

Die positiven Eindrücke können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Lebensbedingungen im Vergleich zu deutschen Verhältnissen katastrophal sind. Wer statt Patenschaft eine Einmal-Hilfe bevorzugt, damit ein Projekt verwirklicht wird, kann eine Spende überweisen: Niederrheinische Sparkasse, IBAN DE67356500000000254854; BIC WELADED1WES, oder Volksbank DE55400693630777777900; GENODEM1SMB.

Quelle: RP
 
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