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Niederrhein
Schermbecker Türmer berichten beim Treffen auf Schloss Wissen

Niederrhein: Schermbecker Türmer berichten beim Treffen auf Schloss Wissen
Zahlreiche Teilnehmer waren zum Schloss Wissen gekommen. FOTO: Innogy
Niederrhein. Nachdem 2015 das erste Turmsymposium im Freilichtmuseum in Lindlar stattfand, hatte das Unternehmen Innogy jetzt Interessierte und die neuen Eigentümer von ehemaligen Turmstationen zu einem zweiten Treffen auf Schloss Wissen bei Weeze eingeladen. Auch Vertreter des Turmvereins Damm stellten ihr Konzept vor.

Bürgermeister Ulrich Francken und Rainer Hegmann, Leiter der Region Rhein-Ruhr von Innogy, begrüßten die Gäste, die aus dem ganzen Bundesgebiet angereist waren. Rainer Hegmann hob in seiner Begrüßung den Umwelt- und Naturschutz, den Innogy mit der Nachnutzung der Turmstationen verbindet, besonders hervor. Als Ehrengast war Inge Gotzmann, Bundesgeschäftsführerin Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU), aus Bonn der Einladung gefolgt.

Das Programm war vielfältig: So gab es Vorträge über die Geschichte der Trafotürme von den Anfängen bis zur Nutzung nach der Stilllegung. Einige Besitzer hatten sich bereit erklärt über ihre Türme zu berichten. Ernst Herrmann Goebel vom Turm Damm aus Schermbeck stellte sein Marketingkonzept vor und hatte unter anderem Turmwurst, -käse und -bier zum Probieren mitgebracht. Eine Schlossführung und eine Besichtigung der Biogasanlage gehörten ebenfalls zu den besonderen Programmpunkten. Schlossherr Raphaël Freiherr von Loë ließ es sich nicht nehmen, selber durch die Schlossräume zu führen und die umgebaute Turmstation im jetzigen Gewand als "Hochzeitszimmer" zu zeigen. Graffiti-Künstler Mark Robertz, der bereits Türme und Trafostationen für innogy künstlerisch in Szene gesetzt hat, verewigte während der Veranstaltung das Schloss auf einer Leinwand.

Das Bild wurde zum Abschluss der Veranstaltung Freiherr von Loë überreicht. Am zweiten Tag stand noch eine Tour für Interessierte auf dem Plan. Im Konvoi fuhren die Teilnehmer einige Türme im Kreis Kleve an und besichtigten diese.

Projektleiter Michael Sonfeld, Mitarbeiter der Netzplanung bei der Westnetz, hatte 2010 die Idee ins Leben gerufen, Türme die wegen der Energiewende weichen müssen, nicht abzureißen, sondern die Landmarken der Nachnutzung zuzuführen und sie interessierten Bürgern zum Kauf für einen symbolischen Euro anzubieten. Bei ökologischer Nutzung der Gebäude gibt es zusätzlich 4000 Euro für die Realisierung des Nachnutzungskonzeptes.

Mittlerweile sind es 35 Türme am Niederrhein, die Sonfeld für die Innogy an neue Eigentümer verkauft hat. Für Michael Sonfeld ist das Projekt mittlerweile eine Herzensangelegenheit. Das nächste Symposium soll in zwei Jahren stattfinden. Der Veranstaltungsort steht aber noch nicht fest.

Quelle: RP
 
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