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Schermbeck
Schnelles Internet auch für Außenbereiche geplant

Schermbeck. Während die Firma Deutsche Glasfaser sich derzeit noch intensiv bemüht, bis zum 18. April 40 Prozent der Familien im Schermbecker Ortskern für einen Anschluss an das geplante Glasfasernetz zu gewinnen, machen sich Politiker und Verwaltung bereits Gedanken um eine bessere Internetversorgung der Außenbereiche.

Der Haupt- und Finanzausschusss hat am Dienstag einstimmig beschlossen, dass Schermbeck mit Hünxe und Hamminkeln alle Vorbereitungen für Kooperationsprojekt trifft, das einen verbesserten Datentransport in die Außenbereiche ermöglichen soll.

Dies soll über per Richtfunk funktionieren. Im ersten Schritt werden Unternehmen beauftragt, zu untersuchen, wo Richtfunkmasten aufgestellt werden müssten, um jeden Haushalt mit einer schnellen Datenverbindung zu versorgen.

"Wir streben eine 100-Prozent-Förderung an", berichtete der gemeindliche Wirtschaftsförderer Friedhelm Koch von der Absicht, Mittel vom Land NRW für die Untersuchung zu bekommen. Parallel dazu sollen die Kosten für die einzelnen Haushalte ermittelt werden. Sollten diese zu hoch sein, müsse geklärt werden, ob es Fördermittel zur Reduzierung gibt.

Politiker und Verwaltungen aller drei Kommunen sind sich einig, dass das Richtfunkprojekt nur im Verbund gelöst werden kann. "Wir müssen unbedingt die Glasfaser in den Ortskern bekommen", gab Bürgermeister Mike Rexforth fast flehentlich in die Runde. Nur dann habe der Außenbereich die Chance, eine zukunftsfähige Technik zu erhalten. Unterstützung erhielt er vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Schetter: "Vor den derzeitigen Angeboten der Telekom kann man nur warnen." Kupferleitungen hätten keine Zukunft. "Deshalb", so Schetter, "wollen wir zur Unterstützung der Glasfaser aufrufen."

(hs)
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