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Schermbeck
Schottenkaro geht auch in Schermbeck

Schermbeck: Schottenkaro geht auch in Schermbeck
Am 10. Dezember 2006, ein halbes Jahr vor dem ersten öffentlichen Auftritt, gaben die Brichter "Schotten" erstmals Kostproben ihres Könnens. FOTO: Scheffler
Schermbeck. Seit zehn Jahren gibt es MC Bricht Greenland Pipes & Drums schon. Ende Oktober wird gefeiert, Karten gibt es jetzt. Von Helmut Scheffler

Die Anfänge der "MC Bricht Greenland Pipes & Drums" reichen bis zu jenem Tag zurück, an dem der Brichter Klaus Paffen seinen 50. Geburtstag feierte. Er bekam damals einen Dudelsack geschenkt; das Instrument sollte eigentlich nur die Sammlung alter Musikinstrumente im Hause Paffen vergrößern, doch schon bald begeisterte sich Klaus Paffen für die musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten des schottischen Instrumentes derart, dass er mit dem Unterricht beim Dorstener Dudelsack-Lehrer Andreas Joebkes begann. Nach dem "Happy Birthday to you", das Klaus Paffen im August des Jahres 2005 um Mitternacht beim Geburtstag des Schützenvereins-Vorstandsmitglieds Carsten Unverzagt per Dudelsack erklingen ließ, entstand die Idee, gemeinsam zu aktiven Freunden schottischer Musik zu werden. Das ist jetzt zehn Jahre her - so lange schon gibt es die Musikgruppe MC Bricht Pipes & Drums. Im Oktober wird der Geburtstag standesgemäß gefeiert.

Für die zwölf Gründungsmitglieder stand fest, das Spielen eines jener Instrumente zu erlernen, die für einen öffentlichen Auftritt mit schottischen Klängen erforderlich sind. Den ersten öffentlichen Auftritt gab es beim Brichter Schützenfest des Jahres 2007. Im selben Jahr absolvierte der vom Pipe-Major Klaus Paffen geleitete Verein schon 25 Auftritte. 2008 interessierte sich sogar das Fernsehen für die illustre Musikerschar. Erstmals trat die Jugendband beim Sommerfest im August 2008 auf.

Inzwischen hat der Verein 120 Mitglieder. 35 Aktive im Alter zwischen 17 und 62 Jahren sind auch über die Grenzen Schermbecks hinaus gern gesehene Gäste. Schützenfeste oder Karnevalsfeiern, Maifeste, Weltkindertag in Dorsten, Musik für die Lebenshilfe in der Niederrheinhalle oder der Auftritt in einem Gelsenkirchener Gotteshaus: Die Brichter Freunde schottischer Musik bieten stets ein einmaliges optisches und akustisches Spektakel für die Zuschauer.

Gefeiert wird das Zehnjährige am 22. Oktober im Saal der Gaststätte Ramirez. Einlass ist um 18.30 Uhr. Der Festabend beginnt um 19 Uhr mit einem musikalischen Beitrag des Jubiläumsvereins. Im Verlauf des Abends steuert die Dorstener Band "CrashandOH" irische Klassiker bei, bevor die Schermbecker Band "Q 42" und die Band "Grass ist green" für rockige Rhythmen sorgen. Zum Schluss lädt die Mobildiskothek Schledorn zum Tanzen ein. Der Eintritt kostet acht Euro. Karten sind im Vorverkauf in der Nispa und in der Volksbank erhält. Für Kurzentschlossene gibt es auch noch Karten an der Abendkasse.

Übrigens: Jugendliche und Erwachsene, die Lust haben, zu Botschaftern schottischer Musik in der niederrheinisch-westfälischen Grenzregion zu werden, können sich per Mail unter info@mcbricht.de melden, einfach donnerstags zur Probe ins große Wohnzimmer der Familie Paffen am Waldweg kommen oder am Jubiläumsabend mit einem Aktiven sprechen. Die Ausbildung der Dudelsackbläser übernehmen Klaus Paffen und Sandra Heuvel. Kenny Stewart kümmert sich um die Drummer. Einmal jährlich findet in der Kolping-Begegnungsstätte in der Widau ein Probenwochenende statt, an dem auch externe Musiklehrer teilnehmen.

Zum geselligen Teil des Jahresprogramms der Musikgruppe gehört das herbstliche Whisky-Tasting. In den vergangenen Jahren wurde ein Seniorenfrühstück angeboten. Im Jahre 2007 fanden erstmals Highland-Games statt. Das sind traditionelle Veranstaltungen mit Wettkämpfen. Entstanden sind sie im Umfeld der Treffen (Gatherings) schottischer Clans in den schottischen Highlands.

Während der Wettkämpfe sollten die stärksten und schnellsten Männer Schottlands gefunden werden, die dann dem König als Leibwächter oder Boten dienen durften. Am Brichter Waldweg ging es lediglich darum, als beste Gruppe die Wettkampfwiese zu verlassen.

Quelle: RP
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