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Schützenfest Wesel
Zum Schluss noch eine rauschende Party

Schützenfest Wesel: Zum Schluss noch eine rauschende Party
Königin Birgitta Kempkes mit König Markus Becherer und Bürgermeisterin Ulrike Westkamp. Westkamp empfing das Paar im Ratssaal der Stadt Wesel. FOTO: Lars Fröhlich
Wesel. Seit Samstag ist es vorbei, das diesjährige Schützenfest. Allgemeines Fazit: Es war ein gelungenes Fest. Von Michael Stein

Auch das schönste Fest muss einmal zu Ende gehen. Für die Bürgerschützen bedeutete der Königinball in der Niederrheinhalle am Wochenende das Ende ihres diesjährigen Schützenfestes. Nicht zuletzt dank der hervorragenden Band "Skyfire" wurde es ein gelungener Abend. Die Partymusiker aus dem Münsterland verstanden es, Stimmung zu machen. Der Beweis: eine stets gut gefüllte Tanzfläche.

Viel Spaß hatte da auf der Bühne auch Königin Birgitta Kempkes mit König Markus Becherer und dem Hofstaat. Spätestens bei Achim Reichels "Aloha He" hielt es keinen mehr auf seinem Stuhl und es durfte kräftig gerudert werden. Das neue Konzept des Vereins, das eingesparte Geld für das einst obligatorische Feuerwerk bei der Nachfeier für eine gute Band auszugeben, ist sicher der richtige Weg in einer Zeit, wo Brauchtums-Veranstaltungen keine Selbstläufer mehr sind.

Begonnen hatte der Tag für das Königspaar und sein Gefolge jedoch noch traditionell. Bereits zum 27. Mal besuchte eine Delegation des Vereins das Willibrordi-Altenheim und sorgte hier für leuchtende Augen bei Bewohnern und Mitarbeitern. Auch schon eine lange Geschichte hat für die Schützen der Empfang im Rathaus. Begleitet vom Spielmannszug Lackhausen marschierte der Schützen-Tross in den Ratssaal ein, der nicht zuletzt dank einer großen Delegation aus Heidewesel gut gefüllt war. Gastgeberin Ulrike Westkamp begrüßte die Majestäten und ihre Begleitung und stellte fest, dass Wesel eben eine Schützenhochburg sei. Kein Geheimnis machte die Bürgermeisterin daraus, dass auch sie selbst immer wieder gern mit dabei ist, wenn die Schützen feiern. Das hörte Birgitta Kempkes gerne und überhaupt fühlte sich die Königin sichtlich wohl im Ratssaal, war es doch für sie ein richtiges Heimspiel. Immerhin gehört sie seit vielen Jahren dem Rat der Stadt Wesel an. "Ich kenn mich hier schon aus", so die Majestät, die schon beim Einmarsch in den Saal mit ihrem silber-metallic-farbenen Kleid für Aufmerksamkeit sorgte.

In Anspielung auf das ungewöhnlich lange und spannende Ringen um die Königswürde in der vergangenen Woche stellte Ulrike Westkamp in ihrer Laudatio bei König Markus Becherer eine große Nervenstärke fest. "In der Ruhe liegt halt die Kraft", so die Bürgermeisterin, die den Bürgerschützen ein gelungenes Fest bescheinigte. Freundlich begrüßt wurden von ihr auch Katarina Angenendt und Lars Segger, die in diesem Jahr als Kinder-Königspaar fungieren. Von Ulrike Westkamp wurden sie dann allerdings im Rathaus kurzerhand zum "Teenie-Königspaar" befördert. "So ganz klein seid ihr ja nicht mehr".

Bürgerschützen-Präsident Ferdi Breuer wies in seinem Grußwort auf die lange Tradition des Empfangs im Rathaus hin. "Da können wir schon sehr stolz darauf sein". Der Chef der Bürgerschützen stellte die Bedeutung des Brauchtums nicht nur für Wesel heraus. Gerade in hektischen Zeiten wie heute gibt die Tradition den Menschen einfach das Gefühl von Sicherheit.

"Wir lieben eben was wir kennen", so Breuer. Nach kurzen Reden von König und Königin sang der ganze Saal noch die Stadthymne "Wesel meine Heimatstadt" und nicht nur das Königspaar bewies hier seine Textfestigkeit. "Schützenfest ist eben die schönste Nebensache der Welt", stellt Birgitta Kempkes fest.

Quelle: RP
 
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