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Wesel
Schulausschuss: NRW soll weiterhin Sozialarbeit fördern

Wesel. Der Schulausschuss hat den Antrag von zwei Weseler Bürgern mehrheitlich abgelehnt, die im laufenden Schuljahr die Einrichtung von drei Eingangsklassen an der Obrighovener Konrad-Duden-Grundschule gefordert haben. Die CDU, die im November 2015 den Wunsch der Schulleitung nach drei ersten Klassen unterstützt und bei der Abstimmung unterlegen war, enthielt sich. Ebenso die Liberalen.

Die beiden Bürger hatten ihren Antrag damit begründet, dass zu Beginn des laufenden Schuljahres an der Grundschule in der Feldmark zunächst 54 Erstklässler in zwei Klassen unterrichtet wurden. Als dann drei Kinder eine Woche nach Schulstart zusätzlich angemeldet wurden, wurde eine weitere Klasse gegründet. Das hat zur Folge, dass jetzt nicht mal 20 Kinder in einer Klasse unterrichtet werden, in der Duden-Grundschule dagegen je 29 in zwei Eingangsklassen. Die Verwaltung teilte mit, dass unter anderem die Raumsituation in der Duden-Schule gegen eine dritte Kasse spreche. Auch sei aus pädagogischen Gründen die Einrichtung einer weiteren Klasse in der Duden-Grundschule "nicht angezeigt".

Geschlossen stimmte der Ausschuss danach einer Resolution zu, in der der Rat der Stadt Wesel das Land NRW auffordern wird, die bisherige Förderung der Schulsozialarbeit über das Jahr 2017 hinaus fortzuführen und langfristig zu sichern. Denn es wird befürchtet, dass die Stadt ab 2018 die dringend erforderliche Sozialarbeit in den Grundschulen Innenstadt, Quadenweg und Feldmark sowie in der Martini-Hauptschule komplett aus eigener Tasche zahlen muss. Die jährlichen Kosten für die vier Sozialarbeiterstellen belaufen sich aktuell auf mehr als 206.000 Euro. Der Eigenanteil der Stadt beträgt etwa 25.000 Euro.

(kwn)
 
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