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Wesel
Schule im Schillviertel weicht neuen Häusern

Wesel: Schule im Schillviertel weicht neuen Häusern
Die Landwirtschaftsschule an der Stralsunder Straße hat ausgedient. Vom Durchgang (l.) zur Landwirtschaftskammer bleibt nur ein Rest stehen. FOTO: Malz
Wesel. Die ehemalige Landwirtschaftsschule an der Stralsunder Straße wird ab November abgerissen. Die Schott Massivhaus AG aus Wesel errichtet hier vier Doppel- und zwei Einfamilienhäuser. Von Fritz Schubert

Um die ehemalige Landwirtschaftsschule an der Stralsunder Straße hatte es vor anderthalb Jahren allerlei Diskussionen gegeben. Es wurde geprüft, ob sich das Gebäude als Unterkunft für Flüchtlinge eignet. Die Überlegungen wurden schnell gestoppt, weil unter anderem zu viel hätte investiert werden müssen, um den Komplex überhaupt bewohnbar zu machen. Außerdem waren aus der Nachbarschaft Bedenken laut geworden. Mit den Anwohnern ist jetzt über ganz andere Pläne gesprochen worden. Denn unterdessen hat die Schott Massivhaus AG aus Wesel das Areal vom Kreis Wesel kaufen können und ein Konzept für eine Wohnbebauung erstellt. Alle Signale stehen auf Grün.

"Für das Gebiet gibt es keinen Bebauungsplan, deshalb sind zunächst die Nachbarn beteiligt worden", sagte Architekt Andreas Schott, der gestern das schon längere Zeit gehegte Projekt vorstellte. Die äußerst innenstadtnahe Lage macht es zweifelsohne attraktiv. Die B 8 (Oberndorfstraße) ist zwar nur einen Steinwurf entfernt. Aber zum einen dämpft die dortige Gewerbebebauung etwaigen Straßenlärm, zum anderen wird dieser deutlich abnehmen, wenn die die B 58-Südumgehung gebaut wird und die Hauptlast des Verkehrs nicht mehr über die Südringkreuzung an der Zitadelle fließt.

Das von Schott erworbene Gelände misst gut 3200 Quadratmeter. Die vollunterkellerte Landwirtschaftsschule samt kleiner Tiefgarage wird ab November abgerissen. Vom Durchgang zur benachbarten Landwirtschaftskammer wird ein Rest auf deren Grundstück stehenbleiben.

Die Schott Massivhaus AG plant die Errichtung von vier Doppel- und zwei Einfamilienhäusern, also insgesamt zehn Wohneinheiten, in ein bis zweigeschossiger Bauweise. Orientieren wolle man sich, so Andreas Schott, an der Bebauung entlang der Straße Am Alten Wolf.

Die Doppelhaushälften werden jeweils 110 bis 120 Quadratmeter Wohnfläche und Grundstücke in der Größe von 200 bis 295 Quadratmeter haben. Sie werden für rund 20.000 Euro zu haben sein. Die Einfamilienhäuser sind mit 120 bis 150 Quadratmeter Wohnfläche sowie 360 bis 380 Quadratmeter messenden Grundstücken in der Planung. Erschlossen wird das Baugebiet von der Stralsunder Straße aus.

Insgesamt sind jeweils 13 Garagen und Stellplätze vorgesehen. Über die Vermarktung macht sich Schott keine Sorgen. Für ein Einfamilienhaus stehen Interessenten, die schon seit drei bis vier Jahren suchen, parat.

Im Jahr 2017 soll die Bebauung mit den Einfamilienhäusern im hinteren Abschnitt der Gesamtfläche beginnen. Bis Mitte 2018, so schätzt Schott, dürften auch die anderen Objekte laufen. Das Unternehmen baut schlüsselfertig, bis aufs Tapezieren und Anstreichen.

Der zweigeschossige Gebäudekomplex an der Stralsunder Straße wurde übrigens von 1973 bis 1996 als Landwirtschaftsschule genutzt. Bereits Mitte der 80er Jahre war die Ausbildung im Hauswirtschaftsbereich eingestellt worden.

Quelle: RP
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