| 20.46 Uhr
Hamminkeln
Schwerer Unfall auf B 473
Hamminkeln: Schwerer Unfall auf B 473
Zwei Rettungshubschrauber flogen die beiden Schwerstverletzten in Spezialkliniken. Die B 473 war für Stunden gesperrt. FOTO: RPO
Hamminkeln. Ein 52-jähriger Mann geriet in Höhe der Windriesen bei Lankern auf die Gegenspur und prallte frontal in zwei entgegenkommende Autos. Er schwebt in Lebensgefahr. Beifahrerin wurde in Klinik nach Münster geflogen. Von Bernfried Paus

Die B 473 zwischen Hamminkeln und Bocholt verliert ihren Schrecken nicht. Gestern Nachmittag kam es gegen 16.30 Uhr erneut zu einem schweren Unfall – auf eine Art, wie sie bei Kennern der Strecke als Möglichkeit stets im Hinterkopf mitfährt. Ein 52-jähriger Pkw-Fahrer aus Mühlheim geriet in Höhe der Lankerner Windräder aus bislang ungeklärter Ursache auf die doppelte Gegenspur und prallte frontal gegen zwei Pkw, die auf dem Überholabschnitt fast parallel nebeneinander fuhren. Beim Zusammenprall, so die Polizei, erlitt der 52-Jährige lebensgefährliche Verletzungen, seine gleichaltrige Beifahrerin wurde schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Münster geflogen. Die Fahrer in den beiden anderen beteiligten Autos kamen glimpflich davon. Der Unfall wird die Frage nach der Sicherheit auf der lange als „Todespiste“ titulierten Strecke erneut aufwerfen.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der Mühlheimer in Fahrtrichtung Bocholt unterwegs, als er vermutlich zunächst nach rechts gegen die Leitplanke prallte und von da in den doppelspurigen Gegenverkehr geschleudert wurde. Ein Van mit Münchener Kennzeichen, der von einem 44-jährigen Mann aus Leverkusen gesteuert wurde, und ein 37-jähriger Mann aus Borken hatten keine Chance, dem plötzlichen auf sie zurasenden Hindernis auszuweichen.

Eine Stunde im Wrack versorgt

Der Laguna aus Mühlheim prallte mit den beiden entgegenkommenden Autos frontal zusammen. Der Van landete 50 Meter nach dem Crash im Straßengraben in einem Gebüsch, der Kombi des Borkeners wurde umhergeschleudert, kam auf der Fahrbahn zum Stand. Die Feuerwehr musste dem Notarzt den Weg zu den schwerstverletzten Opfern im Laguna freischneiden. Die Frau saß im Heck. Ob sie durch den Aufprall nach hinten geschleudert worden war, ist unklar.

Die Notärzte kämpften über eine Stunde lang im Wrack um das Überleben des 52-Jährigen, ehe er, in akuter Lebensgefahr schwebend, im Rettungshubschrauber abtransportiert werden konnte. Ebenso lange dauerte es, bis der in einer Wiese wartende zweite Hubschrauber mit der schwer verletzten Frau an Bord aufsteigen konnte. Die B 473 war für Stunden gesperrt.

Im Oktober 2003 starb fast auf gleicher Höhe eine 55-jährige Frau. Ein 28-jähriger Pkw-Fahrer war vom einspurigen Bereich in den Doppelsektor gerast, auf der die Bocholterin im BMW ordnungsgemäß überholt hatte. rp-online.de/wesel

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung.
Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.


Melden Sie diesen Kommentar