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Wesel
Schwierige Suche nach Platz für drittes Taubenhaus

Wesel. Verwaltung teilt im Ausschuss mit, dass ab Juli Brücke über Wesel-Datteln-Kanal (B 8) drei Monate einseitig gesperrt wird. Von Klaus Nikolei

Auf diese Behinderung sollten sich Weseler Pendler, die regelmäßig auf der B 8 Richtung Dinslaken unterwegs sind, schon mal einstellen: Ab Juli wird die Brücke über den Wesel-Datteln-Kanal für gut drei Monate einseitig gesperrt. "Man kann zwar in Richtung Friedrichsfeld fahren, wird aber auf der Rücktour die Neue Hünxer Straße nutzen müssen", sagte Dezernent Klaus Schütz gestern zum Ende der Sitzung des Ausschusses für Bürgerdienste, Sicherheit und Verkehr.

Zuvor war - zum Teil sehr emotional - über knapp 20 Tagesordnungspunkte diskutiert worden. Dass die Sitzung vergleichsweise lange dauerte, hatte nicht zuletzt mit Friedrich Hillefeld (Grüne) zu tun, der praktisch zu jedem Tagesordnungspunkt Anmerkungen machte beziehungsweise auf vermeintliche Formalienfehler hinwies.

Irgendwann platzte Frank Schulten, dem verkehrspolitischen Sprecher der CDU, der Kragen. "Alle hier im Ausschuss sind sich einig - bis auf ein Mitglied", sagte er mit Blick in Richtung Hillefeld. Es könne nicht sein, dass hier eine dreiviertel Stunde benötigt würde, nur um Formalien zu klären, die man mit der Verwaltung vor der Sitzung hätte klären können. "Ich finde es gruselig, wie wir hier diskutieren", so Schulten. Und mit Blick auf die wenigen Gäste im Sitzungssaal fügte er hinzu: "Die Zuschauer müssen ja denken, dass wir sie nicht mehr alle haben."

Vergleichsweise ruhig und sachlich wurde ganz zu Beginn der Sitzung über den Antrag des von allen Parteien hochgelobten Stadttaubenprojektes um die Vorsitzende Silja Meyer-Suchsland diskutiert. Der Verein, der bereits am Stadthafen und auf dem Kaufhof-Parkdeck ehrenamtlich zwei Taubenhäuser zur Eindämmung der Population mittels Ei-Austausch betreibt, benötigt einen weiteren Standort im Bahnhofsbereich. Doch die ausgesuchte Fläche neben dem Parkplatz an der Friedenstraße kommt nach Überzeugung der Verwaltung nicht in Frage, weil sie womöglich für den Bau des Betuwe-Lärmschutzes benötigt wird. Das sah die Politik teilweise anders. Am Ende einigte man sich auf folgende Vorgehensweise: Die Verwaltung wurde beauftragt, zusammen mit dem Verein "zeitnah" einen geeigneten anderen Standort zu finden und diesen dann spätestens im übernächsten Ausschuss am 5. Oktober vorzustellen.

Quelle: RP
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