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Wesel
Sechs Runden, ein Sieg: Ralf Schorr regiert die Hünxer Schützen

Wesel. Spannendes Schießen auf die 12-er Ring-Scheibe: Zwölf Anwärter versuchten den Sprung auf den Thron.

Die Mitglieder des Bürgerschützenvereins Hünxe machten den Wettkampf um den Königstitel diesmal besonders spannend. Nach dem ersten Anlegen der Schützen auf die 12-Ring-Scheiben, auf denen jedes Vereinsmitglied zwei Schüsse abgeben durfte, blieben zwölf Schützen mit der maximalen Ringzahl von 24 übrig. "So etwas hatten wir hier schon lange nicht mehr", sagte Uwe Fiedler, Schriftführer des Vereins. "Wer in einem Wettkampf mit so vielen Schützen am Ende König wird, kann stolz auf sich sein. Das ist schon eine besondere Leistung." Zum Stechen versammelte sich das Schützenvolk mit seinen Gästen im Vereinsheim, wo der Wettkampf um die Königswürde über eine Leinwand mitverfolgt werden konnte. Auch im Stechen erreichten wieder mehrere Kandidaten die maximale Ringzahl. Jede geschossene 12 wurde von den Zuschauern mit Jubel und Applaus quittiert, jede Ringzahl darunter, und damit das Ausscheiden eines Bewerbers, mit einem Raunen. Die letzten vier Bewerber legten auch in der sechsten Runde des Stechens noch einmal auf die Scheiben an. Ralf Schorr erreichte als einziger noch die maximale Ringzahl.

Am Gewehr hatte er zuerst noch geflucht, wohl davon ausgehend, nicht mehr gut getroffen zu haben. Als er dann sein Ergebnis sah, riss er direkt am Schießstand die Hände in die Höhe. Mit dem Triumph beim Schießen schreibt der 54-jährige neue König auch Geschichte, denn sein Sohn Kevin Schorr regiert zur Zeit die Junggesellenschützen Hünxe. "Es ist in den über 300 Jahren, in denen es die Vereine parallel gibt, noch nicht vorgekommen, dass Vater und Sohn gleichzeitig regieren", sagt Ralf Schorr. Dass er versuchen würde, die Königswürde zu erringen, hatte er den Junggesellen schon bei der Feier für die Inthronisation seines Sohnes versprochen. "Und für gewöhnlich halte ich mein Wort", sagte der neue Schützenkönig des BSV Hünxe. "Jetzt bin ich glücklich, dass ich es geschafft habe." Für den Wettkampf hatte er vor einigen Wochen nach mehrjähriger Pause wieder mit dem Training angefangen. "Ich habe vor allem mit dem Gewehr geschossen, mit dem auch das Königsschießen durchgeführt wird. Mein schlechtester Schuss war eine 11,9. Das hat mich schon zuversichtlich gestimmt", verriet der neue Regent.

Zur Königin wählte Schorr seine Ehefrau Andrea. Den Thron ergänzen die Ministerpaare Dirk Hagenbruck und Sonja Meyer, sowie Lars-Ingo Kerpen und Iris Hagenbruck. Nach der Inthronisation vor dem Rathaus feierten die Schützen ihren neuen Thron im Festzelt mit der Band Final Edition.

(fla)
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