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Kreis Wesel
Senioren helfen, den Alltag zu meistern

Kreis Wesel: Senioren helfen, den Alltag zu meistern
Das Una-Führungstrio (v.r.): Geschäftsführerin (GF) Martina Witt, Pflegemanagerin Nicole Schäfer, Klara-Marie Peters (GF-Assistenz) FOTO: kwn
Kreis Wesel. Das in Wesel neu gegründete Unternehmen Una bietet Betreuungsdienstleistungen für Menschen mit Pflegegrad und will gleichzeitig Arbeitssuchende mit Handicap als Mitarbeiter gewinnen. Von Klaus Nikolei

Das neu in Wesel gegründete Unternehmen Una - Una steht für Unterstützung im Alltag - hat zwei Ziele: Zum einen will man Senioren mit Pflegegrad beziehungsweise geistig und seelisch behinderten Menschen bei der Bewältigung ihres Alltags helfen. Zum anderen will man Arbeitssuchenden mit Handicap eine Chance im Bereich Soziale Arbeit geben.

"Uns liegt daran, dass Menschen möglichst lange und möglichst glücklich in ihrem privaten Umfeld verbleiben können", sagt Una-Geschäftsführerin Martina Witt. Die Sozialpädagogin, die 2005 den Sozialen Dienst Niederrhein (SDN) gegründet hat, weiß aus langjähriger Erfahrung, dass viele Senioren mit Pflegegrad beziehungsweise deren Angehörige Hilfe benötigen. Beispielsweise eine Begleitung bei Einkäufen oder Spaziergängen. Auch wer nur eine Begleitperson zu Konzerten und anderen Veranstaltungen sowie zu Arztterminen benötigt, kann sich an Una wenden, deren Mitarbeiter auch eine Pflegeberatung anbieten. "Im besten Fall trägt Una dazu bei, die Verweildauer in den eigenen vier Wänden zu verlängern und den Übergang in ein Pflegeheim zu verhindern oder wenigstens hinauszuzögern", sagt Klara-Marie Peters, die als Assistentin der Geschäftsführung tätig ist. Gleichzeitig sollen Angehörige wie pflegende Partner und Kinder entlastet werden.

Betreut werden die Una-Kunden unter anderem von Assistenzkräften, die sich über eine Pflege-/Demenzfortbildung qualifiziert haben. In erster Linie handelt es sich um Menschen mit psychischen Problemen, die auf 450-Euro-Basis angestellt werden. "Wir möchten erreichen, dass unsere Mitarbeiter ihre eigene Leistungsfähigkeit trainieren und so fit gemacht werden für eine Festanstellung im ersten Arbeitsmarkt", erklärt Nicole Schäfer.

Die Pflegemanagerin sorgt unter anderem dafür, dass die Kunden und die Una-Betreuungskräfte miteinander harmonieren. Deshalb ist sie beim ersten Kennenlernen von Kunde und Betreuungskraft stets dabei. "Wir möchten nämlich ein klein wenig mehr Freude in den Alltag unserer Kunden bringen. Und das geht nun mal nur über einen guten Kontakt."

Die Kosten, die Una für seine unterschiedlichen Dienstleistungen in Rechnung stellt, werden entweder von der zuständigen Pflegeversicherung übernommen oder müssen von den Kunden beziehungsweise von den Angehörigen getragen werden.

Übrigens können die Una-Kunden die niederschwelligen Gruppenangebote nutzen, die der Kooperationspartner Soziale Dienste Niederrhein anbietet. Dazu gehört immer mittwochs das Singen im SDN-Chor, das gemeinsame Zubereiten von Speisen in einer Kochgruppe und das gemütliche Beisammensein in einer Frühstücksgruppe.

Quelle: RP
 
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