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Wesel
Solidaritätslauf für die Flüchtlingshilfe

Wesel: Solidaritätslauf für die Flüchtlingshilfe
Mit gelben Ballons ging es am Samstagvormittag vom Auestadion auf die Runde durch die Stadt. Weltklasse-Triathletin Mareen Hufe führte sie an.
Wesel. Mehr als 50 Läufer machten mit, zusammen kamen 750 Euro. Das Geld soll für Sprachkurse verwendet werden.

Mit einem Solidaritätslauf haben am Samstag mehr als 50 Läufer unter dem Motto "Vesalia hospitalis - wir helfen den Flüchtlingen in Wesel" die Flüchtlingshilfe in Wesel unterstützt. Zu der Veranstaltung aufgerufen hatten die Lauffreunde Hadi. "Wir wollten unser Hobby einsetzen, um den Flüchtlingen zu helfen", sagt Vereinsvorsitzender Dieter Kloß.

Das "W" steht für "Willkommen". Zusammen mit Passanten formten es die Läufer am Berliner Tor.

Die Einnahmen der Aktion gehen komplett als Spende auf das Konto der Flüchtlingshilfe Wesel. Über die Aktion freut sich Marlies Hillefeld ganz besonders. Hillefeld ist Vorsitzende des kleinen Vereins, der sich um die Sorgen und Nöte der Flüchtlinge in Wesel kümmert. Sprache ist für die Vorsitzende der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration die Sprache. Nur durch das Beherrschen der deutschen Sprache sei es schließlich möglich, ein "selbst bestimmtes und selbst finanziertes Leben" zu führen.

"Die Nachfrage nach Plätzen in zertifizierten Sprachkursen ist enorm. Die Kurse sind jedoch teuer, daher freuen wir uns über jeden Euro", sagt Marlies Hillefeld. Bereits mehr als 50 Flüchtlinge haben bisher an den Sprachkursen teilgenommen. "Die Leute lernen sehr angestrengt und fehlen nie", weiß Hillefeld. Die Erfolgsquoten für das Bestehen der zertifizierten Kurse sind laut Marlies Hillefeld "mehr als sehr gut".

Und genau dafür trotzten die Läufer, angeführt von der Weseler Triathletin Mareen Hufe, dem schlechten Wetter. "Ich finde es eine ganz tolle Aktion. Da musste ich nicht lange überlegen mitzumachen", sagt Mareen Hufe. Auch Alfred Fischer wollte mit dem Lauf Fahne zeigen: "Ich laufe sonst nur privat. Aber bei dieser Aktion war es mir ein Anliegen, dabei zu sein." Genau so sieht es auch Rudi Häuser, der mit seinen 81 Jahren ältester Läufer im Feld war: "Wir können hiermit etwas Gutes tun und helfen."

Nachdem die Läufer am Auestadion gestartet, über die Rheinpromenade und durch die Einkaufsstraße gelaufen sind, machten sie am Berliner Tor halt. Dort formten die Teilnehmer den Buchstaben "W". Die Idee dazu hat Dieter Kloß aus den sozialen Netzwerken. "Das ,W' steht für ,Willkommen!' Damit wollen wir unsere Solidarität mit den Flüchtlingen ausdrücken." Dieses besondere Willkommens-Foto wurde von einem Leiterwagen der Weseler Feuerwehr aus geschossen. Dies konnten die Lauffreunde Hadi noch sehr kurzfristig organisieren. Dazu Oberbrandmeister Marcus Schött: "Spontaneität ist unser Job, und wir sind immer froh, wenn wir solche guten Aktionen unterstützen können."

Sowohl Kloß als auch Hillefeld hoffen, dass die Probleme der Flüchtlinge nicht zu schnell vergessen werden und die tolle Unterstützung nicht abreißt. "Das Thema muss im Gespräch bleiben! Nur so kann die Hilfe vor Ort weitergeführt werden", findet Kloß.

Übrigens: 750 Euro kamen bei dem Solidaritätslauf der Hansestadt Wesel zusammen. Die Lauffreunde Hadi spenden das Geld, das jetzt dafür eingesetzt werden soll, Flüchtlingen, die nie zur Schule gehen konnten, das Lesen und Schreiben beizubringen.

(ng)
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