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Wesel
Sparkasse kauft Aktien des Bauvereins für 700.000 Euro

Wesel. Die Niederrheinische Sparkasse Rhein-Lippe hat der Commerzbank/Atlas Vermögensverwaltung rund 2200 Aktien des Weseler Bauvereins im Wert von 700.000 Euro abgekauft. Dies erfuhr unsere Redaktion aus informierten Kreisen. Sparkassen-Chef Friedrich-Wilhelm Häfemeier bestätigte den Kauf, wollte aber konkrete Zahlen nicht kommentieren. Er betonte: "Wir sind seit vielen Jahren Aktionär beim Bauverein, das ist ein gut geführtes, solides Unternehmen."

Das Geschäft muss im Kontext eines Streits um die sogenannten kritischen Aktionäre gesehen werden. Der Kauf der Aktien ist der Versuch der Politik, den Einfluss dieser Aktionäre im Bauverein zu verhindern. Jahrelang standen Commerzbank und Volksbank in der Kritik, nachdem vinkulierte Namensaktien an Aktionäre vergeben worden waren und diese Aktionäre auf Hauptversammlungen des Bauvereins immer neue Fragen stellten. Dahinter steht im Kern ihr Plan, mehr Dividende aus dem Unternehmen zu ziehen. Indem die Sparkasse nun die Aktien kauft, steigt über deren Verwaltungsrat der Einfluss der Politik im Bauverein. Noch immer haben die kritischen Aktionäre allerdings Einfluss: Die Volksbank hat ebenfalls ein Aktienpaket an die kritischen Aktionäre übertragen - Insider sprechen hier von einer Größenordnung von 700 Aktien. Auffällig: Seit Wochen appelliert Ludger Hovest als SPD-Fraktionschef an die Volksbank, ein Erscheinen der kritischen Aktionäre bei Bauvereins-Sitzungen zu verhindern. Häufig lobte er die Atlas Vermögensverwaltung, die jetzt an die Sparkasse verkauft hat.

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