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Kreis Wesel
SPD-Bundestagskandidatur: Vorfreude auf Vorwahlkampf

Kreis Wesel. Nachfolger für Ulrich Krüger: Unterbezirks-Chef René Schneider kündigt parteiinternen Wettstreit an. Von Bernfried Paus

Die Kandidaten-Nachfolge für den SPD-Bundestagsabgeordneten Ulrich Krüger soll nicht auf der Ebene des Unterbezirksvorstandes (UB) vorentschieden werden. Die Ortsvereine im Bundestagswahlkreis 113 sollen ein demokratisches Wörtchen mitreden dürfen, ehe am 3. November die Wahlkreiskonferenz der Genossen entscheidet, wer für sie im Rennen um das Ticket nach Berlin gehen soll. Krüger hatte angekündigt, im Herbst nächsten Jahres nicht mehr anzutreten.

Schon bei Kandidatenkür soll's zu einer echten Wahl kommen, sagte René Schneider am Donnerstagabend als Gast bei den Genossen in Alpen. Schneider ist Nachfolger Krügers als UB-Vorsitzender im Kreis Wesel. Ihn selbst, versicherte der Landtagsabgeordnete aus Kamp-Lintfort, ziehe es auf keinen Fall in die Bundeshauptstadt. "Mein Platz ist im Kreis Wesel und in Düsseldorf", so Schneider. Er will sein Landtagsmandat im Mai kommenden Jahres verteidigen.

Er lud alle Interessenten an der Krüger-Nachfolge dazu ein, sich beim ihm zu melden. Aber schon jetzt zeichne sich ab, dass es ziemlich sicher nicht nur einen Kandidaten geben werde. "Es sieht gut aus, dass es zwei oder gar drei Bewerber geben wird", sagte Schneider.

Dass es nach den großen Ferien zu einem parteiinternen "Vorwahlkampf" komme, sei in seinem Sinne. "Das wird uns gut tun", so der Chef-Genosse: "Wir haben Leute, die das können." Er brachte seine frühe Zuversicht auf eine flotte Formel: "Ich will das Ding holen."

Bei der Bundestagswahl im September 2013 hatten es die Genossen nicht geschafft, Sabine Weiss von der CDU den Wahlbezirk 113 abzujagen. Die Dinslakenerin konnte ihren Vorsprung sogar ausbauen. Ulrich Krüger zog nur aufgrund der vielen Überhangmandate über die Reserveliste in den Bundestag ein.

Quelle: RP
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