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Wesel
SPD: Jugend, Senioren und Frauen gegen "No Groko"

Wesel. Eine überraschende Position nehmen die Weseler Jungsozialisten (Jusos) zur großen Koalition ein. Während die Bundes-Jusos um Kevin Kühnert sich klar dagegen aussprechen, begrüßen die Weseler das Bündnis aus CDU und SPD auf Bundesebene. Das ist Ergebnis einer internen Aussprache. Bisher hatten sich Weseler Jusos nur einzeln positioniert - der bald ausscheidende Hilmar Schulz etwa war lautstarker Kritiker. Tim Brömmling: "Das ist eine Einzelmeinung, Hilmar spielt bei uns nicht mehr die große Rolle, weil er ohnehin bald die Altersgrenze erreicht hat."

In einer gemeinsamen Mitteilung mit der AG sozialdemokratischer Frauen (AsF) und der AG 60 plus haben die Jusos ihre Position bekräftigt und Kritik an der "No-Groko"-Kampagne geübt. "Wenn wir in einer solchen Koalition wichtige Interessen unserer Wähler durchsetzen und das Land voranbringen können, halte ich ein Ja für vernünftig", sagt Brömmling. Partei-Vize Patrick te Paß sieht die Groko skeptischer, mahnt insbesondere die Ortsvereinsvorsitzenden zu Neutralität, um der Basis nicht voreingenommen gegenüberzutreten. Willi Trippe (AG 60 plus): "Wenn wir die Groko eingehen, müssen wir in ihr klare Kante zeigen." Waltraut Holzwarth (AsF), fordert Zusammenhalt der Basis. Einig sind sich die Genossen in der Verurteilung der einseitigen Positionierung von Teilen des "No Groko"-Lagers. Brömmling: "Wenn die Jusos im Bund meinen, dass man völlig losgelöst von Inhalten die Groko aus Prinzip ablehnen muss, kann ich nur sagen: So einfach ist die Welt nicht. Mit ideologischen Standpunkten erreicht man in der Politik auch nichts."

(sep)
 
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