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Wesel
SPD will, dass neue Kita auf Bolzplatz am Schulzentrum Nord entsteht

Wesel. Eigentlich wollte die Stadt im geplanten Hessenviertel unweit der Betuwelinie den neuen, dringend benötigten Kindergarten errichten. Doch wegen Problemen rund ums Thema Grundstücksankäufe wurde die Verwaltung beauftragt, nach geeigneten Alternativen zu suchen. Für die SPD, die sich kürzlich zur Haushaltsklausurberatung getroffen hat, ist ein Grundstück in der Feldmark erste Wahl: Die gut 5000 Quadratmeter große Rasen- und Bolzplatzfläche an der Ecke Ackerstraße/Bartel-Breuyn-Weg, die an die Eishalle beziehungsweise an die Konrad-Duden-Realschule grenzt. Und das aus gutem Grund, wie SPD-Fraktionschef gestern verkündete: "Das Areal, das im gültigen Bebauungsplan tatsächlich noch immer als Standort für ein Hallenbad ausgewiesen ist, könnte in kürzester Zeit so geändert werden, dass Ende 2016 der neue Kindergarten steht. Und der Bolzplatz soll nicht wegfallen, sondern nur verlegt werden." Von Klaus Nikolei

Auch wenn es zweifelsohne attraktivere Standorte als diesen gibt, der an zwei viel befahrenen Straßen liegt, so spricht aus Überzeugung von Hovest doch vieles für eine Kita am Bartel-Breuyn-Weg. "Denn mit Hilfe von Landesfördermitteln, die bis Mitte Januar beantragt werden müssen, können wir von der Brutto-Investitionssumme in Höhe von 2,5 Millionen Euro gut 500.000 Euro abziehen." Die gleiche Summe könne ebenfalls abgezogen werden, wenn sich ein Weseler Unternehmen an dem Bau beteiligen sollte, um Kinder von Mitarbeitern dort betreuen zu lassen. Hovest ist so angetan von dieser Idee, dass er ankündigt: "Ich werde verhindern, dass die Politik das zerreden will."

Nicht großartig diskutieren wird er bei den Haushaltsberatungen auch über die 4,6 Millionen Euro, die in den nächsten drei Jahren für die Erweiterung der Gesamtschule auf acht Züge investiert werden sollen. Zum einen am Standort Lauerhaas (u.a. neue Aula, Umbau der alten Aula in vier Räume), zum anderen in der Innenstadt, wo in der auslaufenden Realschule Mitte künftig die fünften und sechsten Jahrgänge unterrichtet werden sollen. Weil für die Gesamtschul-Dependance aber nur das Realschul-Gebäude benötigt wird und teilweise umgebaut werden muss, stellt sich die Frage, was aus der ebenfalls auslaufenden Martini-Hauptschule werden soll. Eine Antwort drauf hat Hovest auch nicht. Aber er plädiert dafür, dass an der Hauptschule keine Sanierungsarbeiten mehr durchgeführt werden. Die so gesparten 250.000 Euro sollen aus seiner Sicht für andere Schulen verwendet werden.

Quelle: RP
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