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Schermbeck
Sponsoren gesucht, damit Partnerschaft lebt

Schermbeck. Fünf junge Frauen aus Schermbeck haben sich in San Cristébal an einer Ferienbetreuung beteiligt.

Nach einem vierwöchigen Aufenthalt in San Cristóbal in der Dominikanischen Republik sind fünf Jugendliche der Pfarrgemeinde St. Ludgerus jetzt mit einer Fülle von Eindrücken in die Heimat zurückgekehrt. Johanna Amoriello, Jana Ridder, Luise Hemeyer und Marit Hamann berichteten jüngst von ihrem Aufenthalt in der Partnergemeinde "Nuestra Senora de la Paz" in San Cristóbal, an dem auch Annika Jüttner teilnahm, die im letzten Jahr bereits ein Freiwilliges Soziales Jahr in San Cristóbal verbrachte. Die fünf jungen Leute beteiligten sich diesmal in einer Schule an der Ferienbetreuung von Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren. Englischunterricht wurde erteilt, gemalt und gebastelt. Notfalls wurde mit den Händen "geredet". Marit Hamann hatte es leichter; sie kann Spanisch sprechen.

Nachmittags blieb Zeit, Ort und Menschen näher kennenzulernen. An den Wochenenden gab es auch größere Fahrten in Städte oder benachbarte Regionen, wobei die Jugendlichen die breite Spanne der Lebensstile zwischen großer Armut und protzendem Reichtum kennenlernten. In Santo Domingo besichtigten die Schermbeckerinnen die Altstadt, die seit 1990 zum Unesco Weltkulturerbe gehört. Sie lernten auch jene Basilia kennen, welche die älteste Kathedrale Lateinamerikas ist und in der bis 1992 die Gebeine von Christoph Kolumbus gelegen haben.

In San Cristobal nahmen die Schermbecker am kirchengemeindlichen Leben teil und zeigten sich sehr beeindruckt von der Fröhlichkeit, mit der die Menschen an den Gottesdiensten teilnahmen. Während des Begrüßungsgottesdienstes überreichten die Schermbecker im Auftrag der Ludgerusgemeinde eine Klangschale an ihre Gastgeber.

Wegen der Ferien konnten die Gäste nicht die Schule Santa Rita besuchen, die von der Schermbecker Gemeinde unterstützt wird. Das "Dispensario", jene Krankenstation, die ebenfalls von Schermbeckern gefördert wird, konnte jedoch besichtigt werden. Seit der Gründung im Jahre 1991 wurden hier 85.000 Patienten behandelt.

Bislang flogen jedes zweite Jahr Schermbecker Jugendliche nach San Cristóbal. In den Jahren dazwischen kamen Gäste von dort hierher. Ob die Partnerschaft so fortgesetzt werden kann, ist offen: Es soll keine stattlichen Zuschüsse mehr geben. Deshalb werden nun Sponsoren gesucht.

(hs)
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