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Lokalsport
Annika Hoffmann ist Rheinische Meisterin

Lokalsport: Annika Hoffmann ist Rheinische Meisterin
Kathrin Witzel von der Rheinischen Post gratuliert Fritz Ludwig Lübbeke zum Sieg in der CIC1*-Prüfung. FOTO: Büttner Martin
Hünxe. Die Amazone des ZRFV Hamminkeln holt in Hünxe den Titel bei den Jungen Reitern. Ihr Clubkollege Arne Bergendahl wird Vizemeister bei den Reitern. Charlotte Fritzen (Brünen) wird als Ersatz für Pony-Europameisterschaft nominiert. Von Joachim Schwenk und Hendrik Gaasterland

Die Reiter des Kreis-Pferdesportverbandes Wesel dominierten bei der Rheinischen Meisterschaft in der Vielseitigkeit, die der RuF Hünxe am Wochenende im Rahmen seines internationalen Turniers auf dem Gutshof Glückauf organisierte. Die Aktiven des Kreises gewannen alle Titel. Insgesamt sicherten sie sich acht der zwölf Medaillen, die bei der erneut erstklassig organisierten Veranstaltung vergeben wurden.

Zwei Medaillen gingen auf das Konto des ZRFV von Lützow Hamminkeln. Annika Hoffmann sicherte sich bei den Jungen Reitern mit Partytänzer den Titel. Nachdem sie nach der Dressur noch auf Platz zwei gelegen hatte, übernahm sie mit einem fehlerfreien Ritt im Gelände der internationalen CCI1*-Prüfung die Führung, die sie im abschließenden Springen verteidigte. In der Gesamtwertung des stark besetzten Wettbewerbs kam die Hamminkelnerin auf den dritten Platz. Rheinische Vizemeisterin wurde Lena Scheepers (Kamp) mit Capri Colours.

Arne Bergendahl vom ZRFV von Lützow Hamminkeln erreichte bei den Titelkämpfen der Reiter mit Down to the Wire den zweiten Platz hinter Simone Boie (Bruckhausen) mit Scotch. Nachdem Bergendahl in der Dressur nur das fünftbeste Resultat erzielt hatte, schob er sich schon im Gelände auf Platz zwei vor und blieb auch im Springen ohne Fehler. In der von Mannschafts-Olympiasieger Andreas Dibowski (Luhmühlen) mit Wolfsmond gewonnen CIC2*-Prüfung wurde Arne Bergendahl hinter Simone Boie Dritter.

Clara Sophie Abeck vom RV Sankt Hubertus Obrighoven durfte bei den Junioren lange hoffen, ihren Titel zu verteidigen. Die Rheinische Meisterin des Vorjahres übernahm in der Dressur mit Don Edosto die Führung. Nach einem fehlerfreien Geländeritt lag sie in der von der Rheinischen Post gesponserten CIC1*-Prüfung auch vor dem abschließenden Springen in der Meisterschaftswertung vorne. Doch 13 Fehlerpunkte in der letzten Teilprüfung warfen die Weselerin noch auf den dritten Rang zurück. Den Titel sicherte sich Frauke Rockhoff vom Gastgeber RuF Hünxe mit Leo vom Wurzeldeich. Die CIC1*-Prüfung gewann Fritz Ludwig Lübbeke (Neuhaus-Oste).

Anna Lena Schaaf vom RuF Hünxe verspürt vor Turnieren eigentlich keine große Nervosität. Am Wochenende passierte es aber doch einmal. Das Herz schlug bei ihrem Heimspiel schneller als bei anderen Wettkämpfen. "Vor dem letzten Springen war ich ein bisschen aufgeregter als sonst, weil es die letzte Sichtung vor der Europameisterschaft war und es für mich um wichtige Punkte ging. Dass ich jetzt für die EM nominiert wurde, damit ist ein Traum in Erfüllung gegangen", sagte Schaaf. Sie wurde mit Pearl Rheinische Meisterin der Ponyreiter und Zweitplatzierte der CCIP1*-Prüfung. Die Hünxerin wurde nach dem Wettbewerb in die deutsche Equipe für die Titelkämpfe berufen, die in vier Wochen im dänischen Vilhelmsborg stattfinden.

Ihre Clubkollegin Helena Bottermann gewann mit Nibelungenstern Bronze bei den Titelkämpfen der Ponyreiter. Vierte wurde Charlotte Fritzen vom RV Brünen mit Kandor van Orchid's, der nur 0,2 Punkte zu Rang drei fehlten. Fritzen wurde in der internationalen Prüfung, die letzte Sichtung für die Europameisterschaft war, Zwölfte und wurde als Ersatzreiterin für die EM nominiert.

"Für unseren kleinen Verein ist es ein hervorragendes Abschneiden, zwei Titel gewonnen zu haben", sagte Hünxes Vorsitzender Dieter Heisterkamp, der mit seinem Team wieder eine perfekt organisierte Veranstaltung auf die Beine gestellt hatte. Beim Geländetag am Samstag strömten viele Reitsportfans zum Gutshof. Dass es im Gelände nur zu einem harmlosen Sturz gekommen war und alle Reiter gesund blieben, stellte für Heisterkamp den Höhepunkt dar. "Die Vielseitigkeit ist keine ungefährliche Sportart. Kleinigkeiten können im Gelände zu Stürzen führen. Wenn der letzte Reiter am Samstag heil nach Hause gekommen ist, dann wissen wir, dass der Parcours passte und auch wir einen guten Job gemacht haben."

Quelle: RP
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