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Fußball
Debakel für den PSV

Eine turbulente Woche endet für den Fußball-Landesligisten mit einer 1:7-Niederlage bei SF Hamborn 07 und dem Sturz auf einen Abstiegsplatz. Der Neuling führt zur Pause noch mit 1:0 und verliert dann völlig die Ordnung. Von Michael Elsing

Der PSV Wesel wird in seiner Vereinsgeschichte schon wesentlich angenehmere Wochen erlebt haben, als die zurückliegenden sieben Tage. Zunächst gab's den Verlust zweier Leistungsträger: Kadir Güzel und Eray Tuncel zieht es am Ende der Saison zum Niederrheinligisten VfL Rhede. Dann wurde die Trennung von Trainer Franz Raschid zum Saisonende beschlossen. Und gestern setzte es eine 1:7 (1:0)-Pleite in der Fußball-Landesliga bei den Sportfreunden Hamborn 07, die zu allem Überfluss dazu führte, dass der Neuling jetzt auf einem Abstiegsplatz steht.

Zunächst alles unter Kontrolle

Raschid führte das Debakel aber keineswegs auf die jüngsten Personal-Entwicklungen beim PSV zurück. "Dann wäre es schon zu Beginn schief gegangen. Aber wir haben in der ersten Halbzeit ja gut gespielt", erklärte der Coach. In der Tat deutete zunächst nichts darauf hin, als würden die Gäste in Hamborn auf ein Debakel zusteuern. Der Aufsteiger hatte alles unter Kontrolle, spielte äußerst diszipliniert und ließ keine einzige Torchance des Gastgebers zu. Und der PSV ging in der 21. Minute durchaus verdient in Führung, als ein Freistoß von Kadir Güzel von einem Hamborner Akteur per Kopf ins eigene Tor verlängert wurde.

Drei Gegentore in zehn Minuten

Doch als Michael Pasinski fünf Minuten vor der Pause wegen einer Rückenverletzung ausgewechselt werden musste, ging's beim PSV drunter und drüber. Die Quittung hierfür gab's nach dem Wechsel. Innerhalb von zehn Minuten kassierten die Gäste drei Gegentore, wobei Daniel Schild nach dem Hamborner Ausgleich noch die große Chance besaß, sein Team erneut in Front zu bringen, mit einem Kopfball aber das Tor verfehlte.

"Wir haben plötzlich die Ordnung verloren, waren vollkommen konfus. Und ich hatte keine Möglichkeit mehr, die Mannschaft zu erreichen", versuchte Raschid den krassen Leistungsabfall seiner Schützlinge zu erklären. Bis zur 70. Minute hielt der PSV das Ergebnis noch in einem erträglichen Rahmen. Doch dann brachen alle Dämme und die Sportfreunde Hamborn kamen noch zu vier weiteren Treffern.

PSV Wesel: Erhart – Meyer, Sürek, Kirsch, Sayman (69. Hinnemann), Pasinski (40. Grimm), Meis, Giesen, Güzel, Tuncel, Schild.

Quelle: RP
 
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