| 16.20 Uhr

Fußball
Doppelter Tiefpunkt

Kreisliga A: Der PSV Wesel II spielte beim 0:1 gegen Anadolu Spor so schlecht wie lange nicht mehr und steht zum ersten Mal in dieser Saison nicht auf einem Aufstiegsplatz. Jetzt muss das Team in Anholt unbedingt punkten. Von Joachim Schwenk

Wesel/Hamminkeln/Hünxe Das 0:1 im Derby der Fußball-Kreisliga A gegen Wesel Anadolu Spor bedeutete in doppelter Hinsicht einen Tiefpunkt für den PSV Wesel II. Zum einen bescheinigte Trainer Roger Rütter seiner Mannschaft, die schlechteste Leistung seit zwei Jahren abgeliefert zu haben. Zum anderen fiel der PSV II in der Tabelle auf Rang drei zurück und steht damit zum ersten Mal in dieser Saison nicht auf einem der beiden Plätze, die hinauf in die Bezirksliga führen. "Da war mit Sicherheit ein Schuss Überheblichkeit im Spiel. Doch in dieser Klasse wird einem nichts in den Schoß gelegt", sagt Rütter.

Er hofft, dass die Pleite sein Team aufgeweckt hat, weil nun schwere Aufgaben folgen. Der PSV II tritt am Sonntag beim Sechsten Westfalia Anholt an. Eine Woche später erwartet er Spitzenreiter SV Bislich. "Wenn wir auch diese beiden Partien verlieren sollten, können wir uns schon von allen Aufstiegsträumen verabschieden. Das Ziel in Anholt kann deshalb nur ein Sieg sein", meint Rütter.

Herden: "Ein Schuss vor den Bug"

Auch Steffen Herden, Coach des SV Bislich, war am Sonntag nicht gut auf sein Personal zu sprechen, weil der Spitzenreiter beim SV Biemenhorst nach 2:0-Führung nur ein 2:2 erreichte. "Ich hoffe, dass war zur rechten Zeit ein Schuss vor den Bug. Mit halber Kraft kann man kein Spiel gewinnen", sagt Herden, der am Sonntag in der Heimpartie gegen den Drittletzten VfL Bocholt drei Punkte verlangt. "Alles andere als ein Sieg zählt für mich nicht."

Nicolay Gloutchev, Spielertrainer der TuS Drevenack, war mit dem Auftritt seines Teams ebenfalls nicht zufrieden. "Nur mit Schönspielerei geht es bei diesen Platzverhältnissen nicht. Ich hoffe, dass hat die Mannschaft jetzt kapiert", meint Gloutchev. Die TuS steht nach dem 1:3 beim SC 26 Bocholt unter Zugzwang. Der Tabellensiebte muss das Heimspiel gegen den Vorletzten DJK Bocholt gewinnen, wenn er den Anschluss zu den Aufstiegsplätzen nicht verlieren will.

GW Lankern hat Rechnung offen

GW Lankern will in der Heimpartie gegen Schlusslicht Fortuna Elten eine Rechnung begleichen. "Die 1:2-Niederlage im Hinspiel in Elten wurmt mich immer noch", meint Trainer Jürgen Stondzik. Am Sonntag soll's für den Tabellenneunten einen Sieg gegen die Fortuna geben. Stondzik: "Denn wir wollen uns noch den einen oder anderen Platz verbessern." BW Dingden II, das in den letzten Jahren stets um den Klassenerhalt bangen musste, steht bei einem Vorsprung von sieben Punkten vor den Abstiegsplätzen so gut wie lange nicht mehr da. "Das ist eine komfortable Situation, auf der wir uns aber nicht ausruhen dürfen", sagt Trainer Dennis Ruff, der mit seinem Team beim Tabellenzweiten SV Krechting antritt. Das Ziel: "Wir wollen den Favoriten etwas ärgern."

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Fußball: Doppelter Tiefpunkt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.