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Lokalsport
Falsche Rennstrategie für Nico Hülkenberg

Emmerich. Formel 1: Der Emmericher wird beim Großen Preis von Großbritannien vor 140.000 Zuschauern in Silverstone trotzdem Siebter. Von Torsten Tenbörg

Nico Hülkenberg war nach dem Rennen in Silverstone eher unzufrieden, obwohl er beim Großen Preis von Großbritannien Siebter wurde. "Ich bin ein bisschen angefressen", sagte der Emmericher. "Es sind gewisse Dinge gelaufen, die uns schon mal passiert sind, die so aber nicht passieren dürfen." Auf Nachfrage wurde der 28-Jährige noch konkreter und kritisierte die Taktik seines Rennstalls Force India. Denn erneut profitierte Teamkollege Sergio Perez, der als Sechster die Ziellinie überquerte, von einer Entscheidung am Kommandostand, obwohl er an den Speed von Hülkenberg am gesamten Wochenende nicht herankam.

Erst waren es nur ein paar Tropfen. Doch 19 Minuten vor dem Rennstart öffnete der Himmel über Silverstone seine Schleusen. Ein typischer englischer Sommer. "Durch den dicken Schauer ist alles durcheinander gemixt worden", sagte auch Hülkenberg.

Durch den starken Wind trocknete die Strecke allerdings extrem schnell ab. Nichtsdestotrotz entschied sich die Rennleitung dazu, hinter dem Safety Car zu starten. Dies bedeutete, dass alle Autos mit Regenreifen starten mussten, obwohl eigentlich Intermediates angebracht gewesen wären. Der Kommandostand von Force India funkte daraufhin ins Cockpit von Hülkenberg, dass er so lange wie möglich auf den Regenreifen draußen bleiben möge, ehe dann direkt auf Trockenreifen gewechselt wird.

Doch diese Strategie wurde nach fünf Runden über den Haufen geworfen. Denn als das Safety Car in die Boxengasse einbog, nahm auch Hülkenberg sowie einige andere Fahrer den Weg zu den Garagen. Es wurden Intermediates am VJM09 angebracht. "Ich denke, die Strecke war bereit für Intermediates", so der Emmericher, der nach seinem Reifenwechsel dann aber Pech hatte und im Verkehr hängen blieb. Vor allem Felipe Massa im Williams wirkte wie ein Bremsklotz in Silverstone, wo wieder einmal 140.000 Fans zum Rennen gepilgert waren. "Im Nachhinein wäre es besser gewesen, auf den Fullwets draußen zu bleiben", sagte Hülkenberg.

Genau das tat Teamkollege Perez. Der Mexikaner profitierte dann auch noch von einem Ausflug von Pascal Wehrlein im Manor ins Kiesbett, weshalb das virtuelle Safety Car zum Einsatz kam. Perez, noch auf Regenreifen unterwegs, steuerte die Box für Intermediates an und blieb Vierter, während Hülkenberg zuvor durch seinen Stopp unter normalen Rennbedingungen acht Plätze verlor, die er dann mühsam zurückerobern musste.

Quelle: RP
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