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Lokalsport
Friedeks Sieg sieben Jahre nach dem Sieg in Wesel

Wesel. Olympia-Norm für Peking 2008: Der frühere Weltmeister hat juristische Auseinandersetzung mit dem DOSB gewonnen.

Was vor sieben Jahren niemand ahnen konnte, ist seit gestern Gewissheit. Im Weseler Auestadion wurde am 25. Juni 2008 ein Stückchen deutsche Sportgeschichte geschrieben. Denn jetzt hat der ehemalige Dreisprung-Weltmeister Charles Friedek, der damals beim Springermeeting des Weseler TV mit 17,04 Metern erfolgreich war, seine juristische Auseinandersetzung mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gewonnen. Er bekommt wegen der Nicht-Nominierung für Olympia 2008 in Peking Schadenersatz.

Das bestätigte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe gestern in letzter Instanz - ein im deutschen Sport einmaliger Vorgang. Über die Höhe der Summe, die Charles Friedek erhalten wird, muss nun das Landgericht Frankfurt entscheiden.

Friedek war im Juni 2008 sehr zufrieden mit seinem Wettkampf im Auestadion gewesen. "Ich komme gerne nach Wesel und bin Organisator Manfred Frach dankbar, dass es dieses Meeting gibt. Der Dreisprung wäre in Deutschland längst tot, wenn wir solche Veranstaltungen nicht hätten", sagte der damals 36 Jahre alte Athlet nach seinem Erfolg.

Er hatte im Auestadion mit Weiten von 17,04 und 17,00 Metern erstmals seit drei Jahren wieder 17-Meter-Sprünge in einem Wettkampf geschafft. Nach Friedeks Auffassung hatte er damit die Olympia-Norm für Peking von zweimal geforderten 17 Metern erfüllt.

Das erkannte der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) allerdings nicht an. Er verlangte die Weite bei zwei verschiedenen Wettkämpfen. Charles Friedek forderte daraufhin 133.500 Euro für entgangene Sponsoren-, Preis- und Startgelder und ist jetzt am Ziel. Das Deutsche Sportgericht hatte dem Athleten übrigens schon 2008 Recht gegeben.

Quelle: RP
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