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Lokalsport
Gorris freut sich auf Duell gegen Ex-Club

Wesel. Handball-Oberliga: Die HSG Wesel gewann in der Hinrunde beim MTV Dinslaken überraschend klar mit 25:17. Das Rückspiel steigt am Freitag in der Halle Nord. Rückraumspieler Fabian Gorris traut der HSG einen erneuten Sieg zu. Von Ralf Pollmann

In der Jugend hat er lange für den MTV Rheinwacht Dinslaken gespielt. Doch mittlerweile gehört Fabian Gorris schon zu den Alteingessenen bei der HSG Wesel, für die er seit 2010 aufläuft. Eine Rückkehr nach Dinslaken stand immer mal wieder zur Diskussion. "Das war die einzige Alternative zur HSG", sagt der 26-Jährige. Mit dem Aufstieg der Weseler in die Handball-Oberliga war das Thema, das Anfang des vergangenen Jahres wieder aktuell geworden war, aber erledigt. Nun beschränkt sich der Kontakt mit dem MTV auf die Nachbarschaftsduelle. Am kommenden Freitag ist es wieder so weit. Die HSG erwartet den MTV um 20.15 Uhr in der Halle Nord. "Wir sind alle heiß auf das Derby", sagt Fabian Gorris.

An das erste Aufeinandertreffen mit dem MTV in dieser Saison denkt der Referendar am Konrad-Duden-Gymnasium gerne zurück. "Wir waren der Underdog, aber es war wunderschön", sagt Gorris. Mit einem 16:29 in der Heimpartie gegen den TV Angermund war Neuling HSG fünf Tage zuvor in die Saison gestartet. Eigentlich ging es nur um die Höhe der Niederlage in Dinslaken. Doch die HSG Wesel siegte mit 25:17 - auch an einem Freitag und mit sechs Treffern von Fabian Gorris. Damit begann der Höhenflug der Mannschaft von Trainer Sven Esser, der sie bis auf Rang vier führte. Die Niederlagen in Lintorf (28:30) und Angermund (24:26) sorgten zuletzt dafür, dass die HSG jetzt auf Rang sieben abgerutscht ist.

Zwei knappe Niederlagen, die sich auch Fabian Gorris auf die Fahne schreibt. "Mit einer besseren Leistung von mir hätten wir die letzten beiden Begegnungen gewonnen", sagt der 26-Jährige selbstkritisch. Er habe zuletzt nur durchschnittliche Vorstellungen abgeliefert. "Ich weiß, dass es besser geht." Auch den Grund dafür kennt er - ein bisschen zu wenig Training. Manche Einheit hat Fabian Gorris wegen des Referendariats zuletzt absagen müssen.

Besonders die Niederlage beim TuS Lintorf ärgert ihn. "Es war immer schon so, dass wir uns solche Spiele leisten, wenn wir der Favorit sind", sagt der Weseler. Diese Rolle nimmt die HSG am Freitag gegen den Tabellendritten MTV Dinslaken sicherlich nicht ein. Ein so krasser Außenseiter wie am zweiten Spieltag sind Fabian Gorris & Co. diesmal allerdings auch nicht. "Dinslaken wird uns auf keinen Fall unterschätzen. Aber ich glaube trotzdem, dass wir den Sieg wiederholen können", sagt der erfolgreichste Weseler Torschütze. Er sieht die beiden Teams - beim MTV agieren noch fünf Akteure, mit denen Gorris in der Jugend zusammengespielt hat - auf Augenhöhe. "Handballerisch sind wir auf einem Niveau, individuell ist der MTV ein wenig besser besetzt."

Fabian Gorris wird wohl auch in der kommenden Saison für die HSG Wesel spielen. "Im Moment spricht nichts dafür, den Verein zu wechseln. Ich fühle mich hier pudelwohl", sagt Gorris. Am Freitagabend könnte das Wohlbefinden noch gesteigert werden - mit einem Sieg gegen den Nachbarn.

Quelle: RP
 
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