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Lokalsport
GW Lankern und der SV Haldern feiern den Klassenerhalt

Niederrhein. GWL bleibt als Fünftletzter in der Kreisliga A, weil Haldern sich in der Bezirksliga durch ein 1:1 im Relegations-Rückspiel rettet. Von Joachim Schwenk

Das Zitterspiel um den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisliga A hat für GW Lankern ein Ende. Die Mannschaft läuft als Fünftletzter weiter im Kreisliga-Oberhaus auf, weil der SV Haldern den Verbleib in der Bezirksliga am Sonntag vor mehr als 900 Zuschauern durch ein 1:1 (0:1) im Relegations-Rückspiel bei RWS Lohberg perfekt machte. Die erste Partie hatte Haldern mit 4:2 gewonnen.

"Glückwunsch und Dank an den SV Haldern. Die Erleichterung ist bei uns sehr groß. Wir hatten es am Schluss nicht mehr selbst in der Hand und sind froh, dass wir jetzt gerettet sind", sagte der Lankerner Coach Markus Rambach. Denn wenn sich der SV Haldern nicht gegen RWS Lohberg durchgesetzt hätte, wäre erst nach Abschluss der bis zum 14. Juni dauernden zweiten Relegations-Runde klar gewesen, in welcher Liga GWL künftig spielt.

Rambach und viele Kicker des Teams hatten dem SV Haldern am Mittwoch beim 4:2 im Hinspiel im Lindenstadion die Daumen gedrückt. In Lohberg waren sie nicht, weil Schützenfest in Dingden war. "Wir waren aber an der Vogelstange ständig über das Ergebnis informiert", sagte Rambach. Co-Trainer Heiner Bauhaus und Spieler Marco Lohkamp-Schmitz waren in Lohberg. Als die Partie dort vorbei war, begann beim Dingdener Schützenfest die Lankerner Klassenerhalts-Feier. "Wir haben es ordentlich krachen lassen", sagte Rambach.

Ihn ärgerte, dass es für seine Mannschaft nach dem Ende der regulären Saison noch diese Zitterpartie gegeben hatte. "Das war unnötig." Der Fußball-Kreis hätte das vermeiden können, wenn er bei der Auf- und Abstiegsregelung für die Saison berücksichtigt hätte, dass es in der Kreisliga A zwei Aufsteiger in die Bezirksliga geben kann, wie es eingetroffen ist. Eine Relegation der Viertletzten der beiden Gruppen der Kreisliga B ist durch den Halderner Klassenerhalt auch überflüssig geworden. Der SC 26 Bocholt II und der STV Hünxe sind gerettet.

Für Jürgen Stratmann, der mehr als ein Jahrzehnt Trainer des SV Haldern war, gab es den Abschied, den er sich so gewünscht hatte. Der Coach, der in der kommenden Spielzeit beim A-Ligisten SV Biemenhorst an der Linie stehen wird, übergibt einen Bezirksligisten an Nachfolger Michael Tenhagen. "Ich bin unheimlich glücklich. Ich stelle unseren Erfolg in dieser Relegation auf eine Stufe mit dem Aufstieg in die Klasse vor einem Jahr", sagte Stratmann, der den Verbleib in der Liga mit seiner Mannschaft und vielen Fans am Sonntagabend nach der Rückkehr aus Lohberg noch lange im Lindenstadion feierte.

Der Erfolg des SV Haldern im Relegations-Duell zweier Neulinge war unter dem Strich verdient. "Wir waren, wenn man die gesamten 180 Minuten betrachtet, die bessere Mannschaft", stellte Stratmann fest. Allerdings machte sich das Team das Leben unnötig schwer. Der SV Haldern hätte schon im Relegations-Hinspiel für die Entscheidung sorgen müssen. Doch der Gastgeber nutzte ein halbes Dutzend erstklassiger Torchancen nicht.

Deshalb musste die Mannschaft in Lohberg noch zittern. Denn so sehr sich das Team in dieser Spielzeit auf seine Heimstärke verlassen konnte, so schwach waren die Auftritte auf des Gegners Platz. Die Begegnung auf Lohberger Asche passte nahtlos ins Bild. "Wir haben nicht gut gespielt", sagte Stratmann.

Dabei schien früh alles für den Gast zu laufen. Der Lohberger Keeper Baris Tekin sah in der 18. Minute die Rote Karte, weil er einen Heber des Halderner Torjägers Matthias Bauhaus knapp außerhalb des Strafraums mit der Hand abgewehrt und damit einen sicheren Treffer verhindert hatte. "Mir wäre es aber lieber gewesen, wenn wir in dieser Szene ein Tor erzielt hätten und dafür nicht in Überzahl gewesen wären", sagte Stratmann.

Denn trotz numerischer Überlegenheit bekam seine Mannschaft keinen Zugriff auf die Partie. RWS Lohberg ging in der 33. Minute durch Erkan Sevinc in Führung und hatte weitere gute Chancen. Christopher Möllenbeck erzielte in der 63. Minute das 1:1 - die Rettung.

Quelle: RP
 
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