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Leichtathletik
Marathon statt Sightseeing

Leichtathletik: Marathon statt Sightseeing
Andrea Falkus ist Mitglied in der Laufgruppe des Hamminkelner SV. Da sie in ihrem Beruf als Erzieherin stark eingebunden ist, schafft sie es momentan nicht immer regelmäßig zum Training. "Ich habe aber schon viele gute Vorsätze für das neue Jahr", sagt sie. FOTO: Jürgen Bosmann
Leichtathletik. Andrea Falkus (45) genießt den Anblick schöner Landschaften. Sie ist aber nicht die klassische Touristin, sondern betrachtet die Natur am liebsten während des Laufens. Bei Wettkämpfen mit Strecken über 100 Kilometer muss sie zwar oft an ihre Grenzen gehen. Doch das nimmt sie gern in Kauf. Von Daniel Brodhuhn

Andrea Falkus reist gern und sieht sich mit Vorliebe schöne Landschaften an. Sie ist aber alles andere als eine klassische Touristin. Anstatt eine Fahrt auf einem Kreuzfahrtschiff mitzumachen oder sich ein Zimmer in einem netten Fünf-Sterne-Hotel in der Karibik zu buchen, läuft Andrea Falkus viel lieber einen Marathon und verbindet diesen mit Sightseeing. Die 45-jährige Langstrecklerin des Hamminkelner SV nimmt seit einigen Jahren an extremen Laufveranstaltungen teil, die teilweise mit Strecken über 100 Kilometer aufwarten. Dabei muss sie zwar oft an ihre Grenzen gehen. Den Spaß daran, hat sie bis jetzt aber noch nie verloren.

Zeiten sind zweitrangig

Andrea Falkus begann erst vor gut einem Jahrzehnt mit dem Laufsport. Ein Jahr später bewältigte sie bereits ihren ersten Marathon. Bemerkenswerte sportliche Erfolge haben sie von Beginn an eher weniger gereizt. "Zeiten haben mich eigentlich noch nie interessiert. Ich verbinde das Laufen viel lieber mit Urlaub. Ich genieße es, mir während des Laufens schöne Landschaften anzuschauen", sagt sie. Dabei müssen es aber stets extreme Wettkämpfe sein. "Es macht mir Spaß mich zu quälen. Deshalb starte ich bei diesen Veranstaltungen."

In diesem Jahr war sie unter anderem bei einem Wettbewerb auf der Zugspitze dabei. 101 Kilometer und 6000 Höhenmeter galt es dabei zu bewältigen. Für "normale" Läufe wie einen Stadtmarathon, sei sie nicht schnell genug, um ganz vorne mitzulaufen. "Doch ganz so schlecht bin ich auch nicht", sagt Falkus, die zwar für den Hamminkelner SV startet, aber in Wesel wohnt. Da sie beruflich momentan stark eingespannt ist, musste die 45-Jährige ihr Pensum in diesem Jahr ein wenig herunterschrauben. "Ich versuche es derzeit wenigstens einmal in der Woche zum Training beim HSV zu schaffen. Das klappt nicht immer, aber ich habe viele gute Vorsätze für das kommende Jahr." Da will sie unter anderem beim Duravitlauf für krebskranke Kinder im März in Schwenningen und beim Black Forest Trailrun im Mai im Schwarzwald starten.

"Niederrhein hat schöne Ecken"

Bis dahin hofft Falkus, wieder mehr Zeit fürs Trainieren zu finden. Auf die Frage, ob sich der Niederrhein überhaupt als Trainingsort für eine Extrem-Sportlerin eignet, antwortet sie mit einem klaren "Ja". "Ich kenne die Gegend hier mittlerweile sehr gut. Es gibt unglaublich viele schöne Ecken hier", sagt Falkus, die gerne im Dämmerwald und in der Dingdener Heide läuft. "Da habe ich sogar eine paar Anstiege dabei und kann mir gleichzeitig wieder die Natur ansehen", erklärt die begeisterte Landschaftstouristin, die für ihre Leidenschaft lediglich ein Paar Laufschuhe benötigt.

Quelle: RP
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