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Lokalsport
Nico Hülkenberg zweimal Siebter

Emmerich. Formel 1: Der Emmericher scheint sich in Japan von Wechselgerüchten nicht ablenken zu lassen.

Im Land der aufgehenden Sonne gibt es noch keine Klarheit, wie es mit Nico Hülkenberg in der kommenden Saison weitergeht. Die Lage in der Formel 1 ist undurchsichtig und kompliziert. Denn viele Faktoren scheinen noch in der Schwebe zu hängen. Für die Gegenwart steht zumindest fest, dass der Emmericher bislang beim Großen Preis von Japan gut unterwegs ist. Hülkenberg fuhr mit seinem Force India im gestrigen freien Training zweimal auf den siebten Platz. "Es war aber erst der Freitag", sagte er anschließend zurückhaltend.

Wenn es um eine Prognose für den weiteren Verlauf des Rennwochenendes geht, hält sich Hülkenberg vor dem heutigen Qualifying noch zurück. Bei Force India habe man sich gestern durch das Trainingsprogramm gearbeitet und einen Tag ohne großen Dramen erlebt - reine Routine für den Freitag und auch zufriedenstellend. Wenn es heute um die Startpositionen fürs Rennen geht, glaubt der Emmericher, werde das Feld noch enger zusammenrücken. "Wir haben aber einen guten Start ins Wochenende erlebt und ich fühle mich gut. Ich bin jetzt schon mit meiner Fahrzeug-Balance ziemlich zufrieden."

Auch Teamkollege Sergio Perez, der gestern Achter und Sechster wurde, erwartet ein vielversprechendes Wochenende in Japan für Force India. Bei guten Streckenbedingungen habe bislang alles reibungslos funktioniert und die Abstimmung am Boliden habe auch gepasst. "Wir scheinen auf allen Reifenmischungen und sowohl mit vollem Tank als auch mit weniger Sprit schnell unterwegs zu sein."

Die Gerüchte um die Zukunft scheinen den Emmericher nach den gestrigen Leistungen zurzeit sportlich nicht abzulenken. Eigentlich ist die Ausgangslage auch klar. Beim Großen Peis von Großbritannien im Juli hat Force-India-Teamchef Vijay Mallya erklärt, dass er mit seinen beiden Fahrern auch in der kommenden Saison weitermachen will, was auch gar kein Problem darstellt, da sowohl Hülkenberg als auch Sergio Perez über gültige Verträge für das Jahr 2017 verfügen. Doch dann gab es etliche Rennställe, mit denen Perez und Hülkenberg in Kontakt gebracht wurden. In dieser Woche meldete sich die Pressestelle von Force India offiziell zu Wort. Es wurde bekannt gegeben, dass Perez auch in der kommenden Saison beim britisch-indischen Rennstall fahren wird. Hülkenberg wird in dem Schreiben mit keinem Wort erwähnt. "Müssen wir auch nicht", sagt Force-India-Betriebsdirektor Otmar Szafnauer gegenüber dem Fachmagazin Auto, Motor und Sport. "Beide haben Verträge mit uns. Im Fall Perez haben wir uns dazu entschlossen, einfach um die Gerüchte einzudämmen und damit die Sponsoren Klarheit haben."

Beim Emmericher sieht die Sache ganz anders aus. Er besitzt keine Sponsoren, die seinen Arbeitsplatz in der Formel 1 sichern. Sollte der 29-Jährige Force India etwa in Richtung Renault verlassen, könnte die Mallya-Truppe nicht nur das Gehalt sparen, sondern eventuell auch noch Ablöse kassieren. Das Renault-Gerücht köchelt somit auch im Paddock von Japan weiter. "Gerüchte sind Gerüchte, Fakten sind Fakten", wird der Emmericher von Motorsport-Total zitiert. "Das Team hat eine gute Entwicklung gemacht. Ich fühle mich sehr wohl. Wir sind auf der einen Seite ein beschauliches und freundliches Privatteam, auf der anderen Seite arbeiten wir aber hoch professionell."

(tt/gaa)
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