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PSV setzt sich von der Abstiegszone ab

Lokalsport: PSV setzt sich von der Abstiegszone ab
Der PSV Wesel - hier Tarek Staude (rechts) - nutzte seine Chancen beim wichtigen Sieg in Klosterhardt sehr effektiv. FOTO: Christoph Wojtyczka
Wesel. Fußball-Landesligist gewinnt bei Arminia Klosterhardt eine Partie mit enormen Unterhaltungswert mit 3:2 und hat acht Punkte Vorsprung vor dem Relegationsrang. Kuriose Spielunterbrechung, weil das falsche Flutlicht ausgeschaltet wird. Von Joachim Schwenk

Der PSV Wesel kann sich im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga auf seine Youngster verlassen. Luis Blaswich und Bastian Rupsch, der vier Tage zuvor beim 4:0 beim Duisburger SV 1900 drei Tore erzielt hatte, besaßen am Donnerstagabend maßgeblichen Anteil am hart erkämpften 3:2 (1:1)-Sieg des PSV bei Arminia Klosterhardt. Luis Blaswich bereitete den Treffer zum 1:1 durch Eray Tuncel (21.) vor und erzielte das 2:1 (72.) selbst, als er nach einem Abpraller energisch nachsetzte und den Ball bei einem Pressschlag die entscheidende Richtung gab. Bastian Rupsch holte den Elfmeter heraus, den Admir Begic (81.) zum 3:1 verwandelte. "Es ist schön, zu sehen, wie positiv die jungen Spieler sich entwickeln", sagte Trainer Björn Assfelder nach dem Sieg, durch den der PSV sich auf Rang elf verbesserte und den Vorsprung vor dem Relegationsplatz auf acht Punkte vergrößerte.

Es war ein bemerkenswertes Spiel vor gut 200 Zuschauern. Dafür sorgte nicht nur eine kuriose Unterbrechung. Beide Teams standen nach 73 Spielminuten plötzlich im Dunkeln, weil ein Platzwart versehentlich das Flutlicht des Spielfeldes statt das des Trainingsplatzes nebenan ausgeschaltet hatte. Nach gut einer Viertelstunde konnte das ansehnliche Treiben auf dem Oberhausener Kunstrasen fortgesetzt werden, bei dem beide Teams ein hohes Tempo vorlegten und stets als erste Option versuchten, die Dinge fußballerisch zu lösen.

Wobei der Gastgeber sogar noch mehr junge Wilde in seinem Team hatte als der PSV. Die Arminia lief gleich mit fünf Kickern des A-Junioren-Teams auf, das 2017 bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hatte, weil ihm überraschend der Aufstieg in die Bundesliga gelungen war. In der ersten Halbzeit hatte der PSV das Geschehen noch gut unter Kontrolle. Er geriet lediglich früh mit 0:1 ins Hintertreffen, weil Verteidiger Sebastian Weinkath bei der Abwehrarbeit patzte (11.).

Nach dem Wechsel hatte die Mannschaft aber große Probleme und konnte von Glück sagen, dass sie nicht erneut einem Rückstand hinterherlaufen musste. "Da hat Klosterhardt ein Feuerwerk abgebrannt. Zu diesem Zeitpunkt wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen", sagte Björn Assfelder mit Anerkennung für die Arminia, deren Team ein Durchschnittsalter von nur knapp über 20 Jahren hatte.

Doch es wurden drei Zähler, weil der ebenfalls mit vielen jungen Kräften aufgelaufene PSV dem Gegner eines voraus hatte. Er nutzte seine Chancen mit großer Effektivität. Vier Gelegenheiten besaß der Gast, der bewies, welch großes fußballerisches Potenzial in seiner Mannschaft steckt - drei wurden genutzt. Dass es nach dem dritten Tor von Begic noch einige unruhige Minuten für Assfelder an der Seitenlinie gab, lag daran, dass die Weseler Abwehr auch beim zweiten Gegentor (82.) nicht auf der Höhe des Geschehens war. Die Schlussoffensive des Gastgebers überstand der PSV mit einigem Geschick und handelte sich zwei Gelbe Karten ein, weil er zu offensichtlich Zeit schindete.

Für die einzige Szene, die einen Fußball-Abend mit hohem Unterhaltungswert störte, sorgte der Weseler Noah Lübbe. Er handelte sich in der Nachspielzeit wegen eines groben Fouls im Mittelfeld zu Recht die Rote Karte ein. "Das war nicht dunkelrot, sondern schwarz. Ich habe mich nach der Partie auch direkt beim Klosterhardter Spieler, der durch die Aktion verletzt wurde, entschuldigt und ihm gute Besserung gewünscht", sagte Assfelder.

Quelle: RP
 
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