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Lokalsport
PSV Wesel verkauft sich ordentlich

Wesel. Der Fußball-Landesligist zeigt vor 200 Zuschauern bei der 0:5-Heimniederlage im Testspiel gegen den ambitionierten Oberligisten KFC Uerdingen eine ansprechende Leistung. Trainer Björn Assfelder hat Kader auf 22 Akteure verringert. Von Joachim Schwenk

Der Anfang gab noch Grund zu großer Sorge. Doch unter dem Strich verkaufte sich Fußball-Landesligist PSV Wesel gestern Abend bei der 0:5 (0:1)-Heimniederlage im Testspiel gegen den hochambitionierten Oberligisten KFC Uerdingen vor 200 Zuschauern auf der Anlage am Molkereiweg ordentlich. Trainer Björn Assfelder war dementsprechend zufrieden mit dem Auftritt seines Personals. "Das haben die Jungs gut gemacht. Wir sind so gefordert worden, wie ich mir das gedacht habe, waren aber nicht überfordert", kommentierte er die kurzweiligen 90 Minuten.

Dass dem PSV Wesel in der Anfangsphase eine deftige Niederlage zu drohen schien, lag nicht zuletzt an der taktischen Marschroute des Weseler Übungsleiters. Björn Assfelder hatte seiner Mannschaft für die ersten Minuten eine offensive Spielweise verordnet, was beinahe ordentlich ins Auge gegangen wäre. Denn der Oberliga-Vizemeister der vergangenen Saison, der in der kommenden Spielzeit unbedingt den Aufstieg in die Regionalliga schaffen will, besaß in den ersten 180 Sekunden schon zwei große Chancen, weil die Abstimmung in der Weseler Defensive nicht ansatzweise funktionierte. Folgerichtig fiel auch in der fünften Minute bereits die Uerdinger Führung durch Leon Binder.

Doch als Assfelder dann auf eine defensivere Spielweise umstellte, kam der Außenseiter prompt besser in die Partie. Zwar hatte PSV-Torhüter Sebastian Kaiser, der mit einigen Paraden zum besten Akteur auf dem Rasen avancierte, immer noch eine Menge zu tun. Doch den Uerdingern fiel es jetzt bei weiten nicht mehr so leicht wie in den ersten Minuten, sich gute Chancen zu erspielen.

Der PSV wiederum kombinierte jetzt sicherer, ohne zunächst für Gefahr vor dem gegnerischen Tor zu sorgen. Das war erst in der zweiten Halbzeit der Fall, als sogar der Ausgleich möglich war. Doch Marvin Grunwald scheiterte zunächst am Krefelder Keeper Ahmet Taner (57.). Dann traf Viktor Klejonkin nach einer Flanke von Marvin Grunwald nur den Posten. Erst als beim Gastgeber nach und nach die Kräfte schwanden, schraubte der Oberligist das Ergebnis in die Höhe. Kris Thackray (69.), Danny Rankl (74.), Pascal Schmidt (79.) und Patrick Ellguth (88.) stellten den Endstand her. Der KFC hätte deutlicher gewinnen können. Doch er traf viermal nur das Torgestänge. Unter anderem schoss Leon Binder einen von Sebastian Kaiser verschuldeten Foulelfmeter an die Latte (19.).

"Das war ein guter Test und sicherlich ein Highlight in der Vorbereitung", sagte Assfelder. Er ist mit dem Stand der Dinge zweieinhalb Wochen vor dem Saisonstart zufrieden. "Bislang ist alles normal gelaufen." Der Coach hat den Kader zu Beginn der Woche auf 22 Kicker reduziert. Paul Braun, Lukas Gutenberger, Pascal Kluitmann und Florian Fischer machen den Rest der Vorbereitung erst einmal in der zweiten Mannschaft mit. Assfelder: "Sie sind noch nicht so weit, dass sie uns Stand heute helfen können."

PSV Wesel: Kaiser - Giese (81. Baydoun), Vos (87. Lübbe), Sanders, Bruns, Erdem, Özel (46. D. Floris), Klejonkin, Sadek (42. Grunwald), Eisenstein, Güclü.

Quelle: RP
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