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Leichtathletik
Rekordrennen im Fackelschein

Leichtathletik: Rekordrennen im Fackelschein
Stimmungsvolles Finale beim Moonlight-Lauf: Die Sportler rannten auf den letzten Metern durch eine Fackelgasse. FOTO: RPO
Die Organisatoren kamen am Freitagabend nicht mehr aus dem Staunen heraus. Dieter Kloß von den Lauffreunden HADI Wesel und Hermann Terhorst von der Hamminkelner Zeitmessfirma taf-timing schauten sich einige Male ungläubig an, weil die Schlange vor dem Tisch, an dem es die Startunterlagen gab, lang und länger wurde. 341 Teilnehmer reihten sich dort am Ende ein, um beim vierten Moonlight-Lauf auf die sieben Kilometer lange Strecke über den beleuchteten Joggingweg am Auesee zu gehen – Rekord.

"Das ist der Wahnsinn", sagte Dieter Kloß. "Es ist für mich ein Phänomen, warum die Meldezahlen gerade bei diesem Rennen so nach oben gehen", stellte Hermann Terhorst fest. Schließlich weiß er aus der Erfahrung seines Jobs bei taf-timing, dass viele Veranstaltungen über rückläufige Meldezahlen klagen und Läufe mangels Masse teilweise gestrichen werden. Doch der Moonlight-Lauf bleibt ein Renner. Die erst 2010 aufgestellte Bestmarke von 240 Startern wurde pulverisiert. Und das Ende der Fahnenstange scheint noch lange nicht erreicht zu sein.

"Wir haben nur lobende Stimmen gehört. Die Teilnehmer, die wir gesprochen haben, wollen 2012 wieder nach Wesel kommen. Und sie werden garantiert neue Läufer mitbringen", meinte Kloß. Der Hauptgrund für die enorme Resonanz ist für ihn die besondere Atmosphäre bei der Veranstaltung – mit dem Zieleinlauf durch eine Fackelgasse als spektakulärem Finale.

Genug Geld für weitere Lampe?

Der seit 2008 organisierte Lauf war eigentlich nur dafür gedacht, mit dem Erlös den Unterhalt der Flutlichtanlage (Stromkosten, Versicherung) an der Strecke stemmen zu können. "Jetzt besteht sogar die Chance, dass wir genug eingenommen haben, um eine weitere Leuchte zu finanzieren", sagt Kloß, der in den nächsten Tagen Kassensturz machen will.

Der schnellste der 341 Teilnehmer, von denen einige ihre Form für den Dreiwiesellauf am Sonntag, 5. Juni, testeten, war Knut Haaver (TSV Weeze). Er siegte in 23:18 Minuten vor Jan-Matti Becker (BSG pro homine), der nach 23:55 Minuten im Ziel war. Schnellste Frau war die Weselerin Birte Rohs (28:33), die erst vor kurzem Deutsche Meisterin im Duathlon geworden ist.

Quelle: RP
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