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Sascha Hubbert startet bei der Triathlon-EM

Lokalsport: Sascha Hubbert startet bei der Triathlon-EM
Sascha Hubbert, der früher für den Hamminkelner SV startet, wechselte vor zwei Jahren zum Triathlon. FOTO: Hubbert
Hamminkeln. Der 26-jährige Hamminkelner hat sich für die Europameisterschaft über die Ironman-Distanz qualifiziert. Er möchte bei den Titelkämpfen im niederländischen Almere die Neun-Stunden-Marke knacken. Von Fabian Kleintges-Topoll

Der Hamminkelner Sascha Hubbert ist erst vor knapp zwei Jahren vom Laufsport zum Triathlon gewechselt und hat sich jetzt bereits zum ersten Mal für eine Europameisterschaft qualifiziert. Der 26-Jährige, der früher für die Leichtathletik-Abteilung des HSV einige Erfolge schaffte und mittlerweile für das Triathlon Team Rheinberg startet, ist am Samstag bei der EM über die Ironman-Distanz im niederländischen Almere dabei. Er hofft dort auf den nächsten großen Erfolg. Der Ausdauersportler wurde im vergangenen Jahr im Duathlon (Laufen/Radfahren) Deutscher Meister über die Kurzdistanz und belegte Anfang Juli beim Triathlon in Roth über die Langdistanz den dritten Platz in seiner Altersklasse.

Bei der Europameisterschaft bestreitet der Hamminkelner erst seinen zweiten Wettkampf über die Ironman-Distanz (3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren, 42,2 Kilometer Laufen). "Natürlich freue ich mich riesig auf die EM. Ich möchte vorne ein Wörtchen mitreden und die magische Neun-Stunden-Marke unterbieten", sagt der 26-Jährige. In Roth verpasste der Hamminkelner das noch knapp. Er war nach 9:04 Stunden im Ziel.

Bevor Sascha Hubbert den Spaß am Triathlon für sich entdeckte, gehörten Mountainbike-Fahren und Laufen zu seinen sportlichen Aktivitäten. Nach der Realschule begann er eine Ausbildung bei der Byk Chemie in Wesel, wo er noch heute im Schichtdienst arbeitet. Während einer folgenden Weiterbildung zum Chemietechniker rückte der Sport für ihn einige Zeit in den Hintergrund. Vor vier Jahren wechselte er vom Hamminkelner SV zur LG Alpen.

Beim Triathlon Team Rheinberg gehört der Ausdauersportler der Mannschaft an, die in die Oberliga aufgestiegen ist. "Wir haben ein super Team mit jungen und motivierten Leuten", sagt Hubbert. In der Liga gehen die Triathlon-Wettbewerbe meist über eine kürzere Strecke, während der 26-Jährige die Mittel- und Langdistanzen bevorzugt.

Um so gut wie möglich für die Europameisterschaft in den Niederlanden gewappnet zu sein, musste der Chemietechniker sein Training verändern. "Die Vorbereitung auf eine Langdistanz ist extrem hart. Ich trainiere sechs Tage und circa zwölf Stunden in der Woche", sagt der EM-Teilnehmer, der im Gegensatz zu manch anderen Konkurrenten etwas weniger, aber dafür umso intensiver und härter an seiner Form arbeitet. Sein Trainingsprogramm stellt Sascha Hubbert, der keinen Coach hat, selbst zusammen. Während er in den Disziplinen Radfahren und Laufen immer weit vorne liegt, sieht er beim Schwimmen noch Defizite.

Sascha Hubbert hat noch ein ganz besonderes Ziel vor Augen. "Jeder Triathlet will natürlich einmal bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii dabei sein. Die Qualifikation möchte ich in den nächsten zwei Jahren schaffen." Seine knappe Freizeit verbringt er mit seinen Freunden. "Ich reise gerne und bin dabei auch nur mal mit einem Rucksack und meinem Rennrad unterwegs gewesen", sagt Hubbert, der schon am 24-Stunden-Radrennen auf dem Nürburgring teilgenommen hat.

Bevor es am Freitagmorgen nach Almere geht, wird die Anspannung beim Hamminkelner sicherlich noch steigen. "Ich werde auf jeden Fall versuchen, früh schlafen zu gehen", sagt er. Denn der Startschuss bei der Europameisterschaft fällt bereits um 7.30 Uhr. Sascha Hubbert hofft, dass er vor 16.30 Uhr im Ziel sein wird. Dann hätte er es geschafft, die Neun-Stunden-Marke zu knacken und könnte das nächste große Ziel angehen.

Quelle: RP
 
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