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Lokalsport
Schlusslicht stoppt Schermbecker Serie

Schermbeck. Fußball-Oberliga: SV Schermbeck kassiert beim 0:3 gegen den bis dahin sieglosen SuS Stadtlohn die erste Niederlage der Saison. Das Team zeigt in der Defensive erhebliche Schwächen und deutet nur nach der Pause kurz an, was in ihm steckt. Von Joachim Schwenk

Der SV Schermbeck hat zu einem ungünstigen Zeitpunkt zum ersten Mal in dieser Saison gepatzt. Der bis dahin ungeschlagene Neuling in der Fußball-Oberliga kassierte gestern beim 0:3 (0:2) in der Heimpartie gegen den bislang sieglosen SuS Stadtlohn die erste Niederlage der Saison. Die Mannschaft, deren Ziel nach wie vor der Klassenerhalt ist, steht zwar weiter auf dem dritten Tabellenplatz. Doch sie hat jetzt nur noch sechs Punkte Vorsprung vor den Abstiegsrängen - zehn Zähler wären es bei einem Erfolg gewesen. "Schlechter geht es nicht", kommentierte Trainer Christoph Schlebach den Auftritt seines Personals, das sich auch über eine höhere Niederlage nicht hätte beklagen können.

Vor allem in der ersten Hälfte lief kaum etwas beim Gastgeber zusammen. In der Offensive fehlte jegliche Laufbereitschaft und Abstimmung. Und in der Abwehr leistete sich die Mannschaft viele Fehler. Das fing in der fünften Minute an, als Aykut Akyildiz dem Gegner die erste große Chance ermöglichte. Das ging in der 19. Minute weiter, als Aykut Akyildiz und Jannis Scheuch ihre Defensivaufgaben nur halbherzig verrichteten und dem SuS das 1:0 ermöglichten. Und das hörte beim Torhüter-Slapstick vom Tim Krückemeier auf, der in der 45. Minute einen harmlosen Befreiungsschlag der Gäste durch die Hände gleiten ließ - Stadtlohn nutzte das zum 2:0.

Einzig zu Beginn der zweiten Halbzeit deutete der SV Schermbeck mit etwas laufintensiverem und engagierterem Spiel an, warum er in Liga fünf die ersten sieben Partien ohne Niederlage überstanden hatte. Und da hatte die Mannschaft, die Christoph Schlebach schon vor der Pause durch die Einwechslung von Stürmer Nikolai Nehlson offensiver ausgerichtet hatte, auch ihre besten Chancen. Marek Klimczok (58., 60.) und Kevin Ewald (61.) verpassten das Anschlusstor, das vielleicht noch einmal die Wende hätte bringen können. Nach dem 0:3 (65.) mühte sich der SVS zwar weiter. Seine Aktionen waren aber nicht mehr so zwingend wie in den ersten 15 Minuten nach dem Wechsel. Die besseren Gelegenheiten hatte der Gast gegen eine in den Zweikämpfen auffallend schwache Schermbecker Defensive.

"Die Niederlage war auf jeden Fall auch in dieser Höhe verdient", sagte Christoph Schlebach. Für ihn waren die 90 Minuten irgendwie auch eine Bestätigung. Er hatte in den vergangenen Wochen, in denen es so gut für den SV Schermbeck gelaufen war, stets erklärt, dass seine Kicker nun wahrlich keine Überflieger seien. "Es war mir immer klar, dass wir nicht so einfach zum Klassenerhalt spazieren würden. Wir können in dieser Liga nur bestehen, wenn die Leistung stimmt", meinte der Schermbecker Übungsleiter.

Gestern stimmte sie nicht einmal ansatzweise. Und dann ist selbst der bis dahin sieglose Tabellenletzte zu stark für den SV Schermbeck. Für den Neuling gibt es aber keinen Grund, jetzt Trübsal zu blasen. Schließlich kann sich die Bilanz von 13 Punkten nach acht Spielen immer noch sehen lassen.

SV Schermbeck: Krückemeier - Akyildiz (73. Niedzicki), Ewald, Ankomah-Kissi, Helling, Esen (42. Nehlson), Niewerth (83. Bastürk), Turgut, Klimczok, Scheuch, Dosedal.

Quelle: RP
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