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Leichtathletik
Streit um Standort: Dieter Kloß denkt an Rücktritt

Wesel. Seit der Geburtsstunde des Weseler Hanse-Citylaufs vor zehn Jahren laufen die Fäden bei der Organisation bei Dieter Kloß zusammen. Doch ob das auch in Zukunft noch der Fall sein wird, steht derzeit in den Sternen. Kloß denkt an Rücktritt.

Der Grund: Im Vorfeld hatte es viele Diskussionen mit den Marktbeschickern gegeben. Sie befürchteten Umsatzeinbußen, weil sie am Samstag wegen des Citylaufs mit Gesundheitstag vom Großen Markt zum Berliner Tor umziehen mussten. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp hatte zwar im Vorfeld unmissverständlich klar gemacht, dass es sich wegen des Jubiläums um eine Ausnahme handeln würde. Doch mit dieser Aussage gibt sich Dieter Kloß nicht zufrieden. Er suchte am vergangenen Donnerstag das persönliche Gespräch mit Ulrike Westkamp und stellte klare Forderungen.

"Wir müssen eine Lösung finden, mit der beide Parteien leben können. Für uns steht fest, dass wir auch in Zukunft den Großen Markt für den Gesundheitstag in Beschlag nehmen wollen. Die Veranstaltung ist zu stark gewachsen, um sie wieder zu reduzieren", sagte Kloß.

Das Organisationsteam des Hanse-Citylaufs hat bereits konstruktive Vorschläge unterbreitet, um im kommenden Jahr allen Seiten gerecht zu werden. Eine Idee: Die Veranstaltung könnte in Zukunft an einem Sonntag oder einem Feiertag stattfinden. "Dann muss allerdings gewährleistet sein, dass die Schulen an diesem Tag mitmachen. Ansonsten lohnt sich der Aufwand nicht", sagt Kloß. Für ihn steht fest: "Wir müssen Klartext reden. Gibt es keine Einigung, ist für mich nach zehn Jahren Schluss."

Bei der Veranstaltung gab es am Samstag für die Kleinsten geänderte Strecken. "Ich habe sehr viel positive Rückmeldungen dafür bekommen, nachdem sich in den vergangenen Jahren bei diesen Läufen immer wieder kritische Situationen ereignet hatten. Unser Konzept mit der neuen Strecke ist aufgegangen", freute sich Kloß.

Er war mit der Resonanz völlig zufrieden, obwohl der 10 000-Meter-Lauf durchaus einige Starter mehr hätte vertragen können. Insgesamt hatten für die sieben Wettbewerbe 2111 Teilnehmer gemeldet - 197 davon im Hauptrennen. "Das ist ein Ergebnis, mit dem ich sehr gut leben kann", sagte Dieter Kloß.

(stgi)
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