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Lokalsport
SV Bislich sichert sich den Titel souverän

Wesel. Weseler Fußball-Stadtmeisterschaft: Der Bezirksligist gewinnt das Finale in Ginderich gegen den B-Ligisten GW Flüren deutlich mit 6:0. Bei der Siegerehrung fehlt der Wanderpokal, weil Titelverteidiger PSV ihn nicht zurückgegeben hat. Von Joachim Schwenk

Der Sieger stand mit leeren Händen da. Bezirksligist SV Bislich konnte gestern nach seinem souveränen 6:0 (3:0)-Erfolg im Finale der Fußball-Stadtmeisterschaft gegen GW Flüren den Wanderpokal nicht in die Höhe stemmen. Denn Titelverteidiger PSV Wesel hatte nicht daran gedacht, die Trophäe rechtzeitig beim Veranstalter abzugeben. Deshalb muss dem SV Bislich der Pokal später überreicht werden.

Der PSV verspielte damit weiteren Kredit in der Weseler Fußball-Szene, nachdem er schon darauf verzichtet hatte, die erste Mannschaft zum Turnier auf dem Rasenplatz am Papenweg zu schicken. Das Landesliga-Team bestritt stattdessen auf eigener Anlage Testpartien gegen den Oberligisten KFC Uerdingen (Mittwoch) und gegen den Westfalenligisten SV Schermbeck (gestern)- parallel gingen bei den Titelkämpfen beim SV Ginderich ebenfalls Begegnungen über die Bühne.

"Das Verhalten des PSV Wesel ist unsportlich. Darüber werden wir noch reden müssen", sagte Walter Großmann, stellvertretender Vorsitzender des Stadtsportverbandes Wesel, bei der Siegerehrung. Auch Georg Lörcks, Vorsitzender des Ausrichters, übte Kritik an der Nummer eins im Weseler Fußball. "Es hat uns garantiert einige Zuschauer und damit wichtige Einnahmen gekostet, dass der PSV zeitgleich Spiele gegen attraktive Gegner ausgetragen hat", sagte der Gindericher Clubchef, der ansonsten mit dem Verlauf der Titelkämpfe "sehr zufrieden" war.

Enttäuschung herrschte bei der Siegerehrung auch beim Bislicher Kapitän Sabri Bulut. "Ich hätte den Pokal schon gerne in die Höhe gereckt. Es ist traurig, dass ich das nicht konnte", sagte Bulut, dessen Mannschaft bei den Titelkämpfen in Abwesenheit des ranghöchsten Clubs ihre Favoritenrolle souverän bestätigt hatte. Der Bezirksliga-Aufsteiger wurde gestern beim 6:0-Erfolg im Finale gegen GW Flüren ebenso nicht gefordert, wie beim 5:0 im Viertelfinale gegen den SV Ginderich und beim 6:1 in der Vorschlussrunde gegen Viktoria Wesel.

GW Flüren besaß gestern vor 250 Zuschauern im Endspiel zwar in der zweiten Minute durch Mirco Becker die erste Gelegenheit der Begegnung. Doch der Favorit sorgte anschließend schnell für klare Verhältnisse. Sabri Bulut verwandelte in der fünften Minute einen an Hasan Hamzaoglu verursachten Foulelfmeter zur Führung. Marvin Prietzel erhöhte nur 300 Sekunden später auf 2:0. Ein Eigentor von Daniel Gühnemann (44.) sowie Treffer von Kai Sprenger (53., 89.) und Mike Pöpperling (80.) stellten den Endstand her. Der SV Bislich vergab wenigstens ein halbes Dutzend weiterer guter Möglichkeiten. GWF hatte ebenfalls seine Chancen - die beste ließ Christopher Peglow (86.) aus.

Der Bislicher Trainer Dennis Lindemann war nicht ganz zufrieden mit der Vorstellung seiner Kicker. "In der Offensive lief es. Doch defensiv haben wir nicht so gut gearbeitet. Das müssen wir verbessern", sagte Lindemann. Sein Gegenüber Roger Wagner zog ein positives Fazit. "Wir haben gegen einen Gegner, der zwei Klassen höher spielt, ganz gut mitgehalten. Ich bin jedenfalls zufrieden", stellte der Coach von GW Flüren fest.

SV Bislich: Sextro - M. Pöpperling, Kodak, T. Wissing, Hußmann (46. Pabel), Sprenger, Bulut, Prietzel, Weinkath, Beenen (46. I. Hamzaoglu), H. Hamzaoglu. GW Flüren: Winkin - Gühnemann, Imhoff (65. Weidner), Kilic, Storm, Görtzen, Zimmermann, Peglow, Wagner, Kanning (35. Özel), Becker.

Quelle: RP
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