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Lokalsport
SV Bislich verliert das Spitzenspiel

Wesel. Kreisliga A: Der Tabellenzweite unterliegt beim Ligaprimus SV Haldern mit 0:2. Die Chancen auf den Aufstieg sind aber weiter gut. Das Team von Trainer Dennis Lindemann hat vier Spieltage vor Schluss sechs Punkte Vorsprung vor Rang drei. Von Joachim Schwenk

Der SV Bislich verpasste es am Donnerstagabend im Top-Spiel der Fußball-Kreisliga A, den entscheidenden Schritt zur sofortigen Rückkehr in die Bezirksliga zu machen. Der Tabellenzweite kassierte vor 250 Zuschauern beim Spitzenreiter SV Haldern eine 0:2 (0:1)-Niederlage, die er sich in erster Linie selbst zuzuschreiben hatte. "Wenn fünf bis sechs Spieler überhaupt nicht in die Partie finden, hat man in so einer Begegnung keine Chance", sagte Trainer Dennis Lindemann. Er hatte kein Verständnis für den schwachen Auftritt einiger Kicker. "Für solche Partien spielt man doch Fußball. Da muss man sich anders präsentieren."

Der SV Bislich geht nach der Niederlage zwar immer noch mit einem komfortablen Vorsprung von sechs Punkten vor dem ersten Nichtaufstiegsplatz in die verbleibenden vier Partien der Saison. Denn der Tabellendritte DJK Stenern (2:2 beim VfL Rhede II) und der Vierte TuB Bocholt (2:2 beim PSV Wesel II) patzten am Donnerstagabend ebenfalls. Doch Lindemann ist sich seiner Sache beim Thema Aufstieg deshalb noch lange nicht sicher. "Wir haben im Vergleich zur DJK Stenern das schwierigere Restprogramm. Wir sind noch lange nicht durch", sagte der Coach.

Er erwartet mit seinem Team am nächsten Spieltag den SV Rees, der mit zehn Siegen in Folge die Mannschaft der Stunde im Kreisliga-Oberhaus ist. Es folgen die Begegnungen beim SV Brünen, gegen den SV Werth und bei BW Dingden. Lindemann: "Ich gehe davon aus, dass Stenern seine restlichen Partien gewinnt. Deshalb brauchen wir noch sieben Punkte, weil wir das schlechtere Torverhältnis haben."

Der SV Haldern hat den Aufstieg dagegen so gut wie sicher. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Stratmann geht die restlichen Aufgaben mit einem Vorsprung von neun Zählern vor Platz drei an. Stratmann hält den Ball beim Thema Bezirksliga trotzdem weiter flach. "Noch sind wir nicht am Ziel. Wir werden erst feiern, wenn es wirklich keine Zweifel mehr am Aufstieg gibt", sagte der Übungsleiter. Die können schon in der nächsten Partie bei GW Lankern ausgeräumt werden.

Der SV Bislich durfte im Top-Spiel am Donnerstagabend nur zu Beginn hoffen, den Gastgeber wieder von der Tabellenspitze verdrängen zu können. Er war vor der Pause die agilere Mannschaft. Der SV Haldern hatte in Hälfte eins nur eine Gelegenheit, die Torjäger Matthias Bauhaus (12.) gleich zur Führung nutzte. Angelo Sicurello besaß vor der Pause zwei Chancen für den SV Bislich, der sich in der zweiten Halbzeit dann keine nennenswerte Möglichkeit mehr erarbeitete. "Ich hatte leider auch nicht die Alternativen auf der Bank, um auf die schlechte Leistung einiger Akteure reagieren zu können. Schließlich haben gleich acht Spieler gefehlt", sagte Lindemann.

Die Entscheidung fiel in der Partie nach dem Wechsel innerhalb von nicht einmal 120 Sekunden. Erst erhöhte Matthias Bauhaus (72.) mit seinem 25. Saisontreffer auf 2:0. Dann sah der Bislicher Kevin Fondermann eine nach Ansicht von Dennis Lindemann unberechtigte Gelb-Rote Karte (74.). Der SV Haldern hatte spätestens von da an überhaupt keine Probleme mehr, den Vorsprung ins Ziel zu bringen. "Der SV Bislich war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, weil wir nicht mutig genug waren. Das hat sich nach der Pause geändert. Deshalb war unser Sieg verdient", sagte Stratmann.

SV Bislich: Sextro - Weinkath (72. Weinkath), D. Bulut (73. Gerwers), Buhners, Kerzel, Fondermann, Sprenger, Klein-Hitpaß, S. Bulut, Prietzel (82. Beenen), Sicurello.

Quelle: RP
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